Zum Inhalt springen

NHL Raphael Diaz: An alter Wirkungsstätte neu aufdrängen

Raphael Diaz kehrt auf die neue NHL-Saison hin zu den New York Rangers zurück. Die Verantwortlichen des letztjährigen Quali-Siegers sehen den Zuger aber nicht in einer Hauptrolle – deshalb will sich dieser im Camp empfehlen.

Legende: Video Diaz: «Es wird eine knallharte Saison» abspielen. Laufzeit 4:38 Minuten.
Vom 13.08.2015.

«Sie haben mir kommuniziert, dass sie mich gerne haben wollen, aber dass sie mich als 7. Verteidiger holen», rekapituliert Raphael Diaz die Vertragsabwicklung mit den New York Rangers. Will heissen: Der 29-jährige Verteidiger wird voraussichtlich zwischen Eisfeld, Ersatzbank und Tribüne pendeln.

Drei Teams in einer Saison

Für den Zuger ist das kein neuer Umstand. Ausser in seiner ersten NHL-Saison 2011/12 bei den Montreal Canadiens war er kaum je Stammspieler. In der vorletzten Spielzeit brachte er es zwar auf die meisten Einsätze, doch musste er sich diese bei gleich 3 Klubs erkämpfen. Nach dem Abschied in Montreal stiess er für 6 Spiele zu Vancouver und dann zu den New York Rangers.

Ich kenne die Stadt und die Organisation. Das ist sicher hilfreich.
Legende: Video Diaz: «War schön, mit ‹Hillsi› zu plaudern» abspielen. Laufzeit 0:12 Minuten.
Vom 13.08.2015.

Die letzte Saison absolvierte er mit den Calgary Flames. Die Kanadier schafften überraschend den Einzug in die Playoffs, weshalb sich Diaz gerne erinnert: «Es war eine sehr schöne Saison.» Es sei cool gewesen, Teil einer solchen Mannschaft gewesen zu sein. Zum guten Klima trug auch Landsmann Jonas Hiller bei. Doch auf persönlicher Ebene lief es Diaz mässig, im Schnitt stand er in 57 Partien nur rund 12 Minuten auf dem Eis.

Nach Saisonende wurde er zum Free Agent, ehe ihn die Rangers im Juli verpflichteten. Er sei schon ein wenig überrascht gewesen, dass sie ihn «zurück wollten. Aber ich habe mich natürlich extrem gefreut», erzählt Diaz. Der Nationalspieler freut sich auf einige bekannte Gesichter und darauf, dass er die Stadt und die Organisation bereits kennt. «Das ist sicher hilfreich.»

Diaz posiert mit Hockeystar Teemu Selänne
Legende: Posieren mit einer Legende Diaz und Teemu Selänne in der EVZ-Academy. EQ Images

Energie tanken in der Heimat

Diaz hofft, bald von der Rolle als 7. Verteidiger wegzukommen. «Für mich ist es wichtig, eine sehr gute Vorbereitung und ein gutes Camp zu machen», blickt er voraus. Energie für diese Aufgabe tankt der Nationalspieler wie jedes Jahr in seiner Heimat. Die NHL lässt ihn aber nie los, besuchte er doch kürzlich mit der finnischen Hockeylegende Teemu Selänne die Hockey Academy in Zug.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 13.8.15, 22:20 Uhr

Zur Person

Raphael Diaz (29) gab sein NLA-Debüt in der Saison 2003/04 beim EV Zug. 2011 wagte der Verteidiger den Sprung in die NHL und unterschrieb bei den Montreal Canadiens. Nach Abstechern zu Vancouver und den New York Rangers lief er letzte Saison für Calgary auf. Insgesamt kommt er auf 213 NHL-Einsätze (8 Tore/41 Assists).

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Franz Huber, Bülach
    Diaz's stärken liegen, ähnlich wie bei Weber, eher im Offensivbereich. Leider bekommt Er fast nie Gelegenheit das zu zeigen. Weil Diaz, wie zb. letzte Saison bei Calgary, immer nur im 3. Paar spielt. Und das ist meist nur zum verteidigen auf dem Eis. Dabei hat auch Er einen starken Schuss von der blauen Linie. Hoffe immer noch, dass Coach V das nächste Saison auch auf einmal erkennt. Genau wie der Canuck Coach bei Weber letzte Saison. Da hat's auch gedauert bis Weber mal im PP ran durfte.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von E.Wagner, Zug
      Aber Diaz bleibt wenigstens auch ohne Mega Salär einkommen und beisst sich durch, Brunner nicht, nur eine grosse Klappe und auf dem Eis nichts mehr.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen