Roost: «Für Mark Streit ein grossartiges Erlebnis»

Mark Streits Wechsel zu den Pittsburgh Penguins geht nach Ansicht des Schweizer NHL-Experten Thomas Roost sowohl für die Franchise wie auch für den Berner Verteidiger auf.

Thomas Roost, NHL-Scout für die Schweiz und Experte der nordamerikanischen Liga, ist überzeugt: «Mark Streit wird unglaublich happy sein, dass er gegen Ende seiner Karriere für einen Contender, also einen Aspiranten auf den Stanley Cup, spielen kann. Es ist ein grossartiges Erlebnis, mit Sidney Crosby und Jewgeni Malkin in einem Team zu spielen.»

Wie angeschlagen ist Letang?

Dafür werde Streit auch eine etwas geringere Rolle in Kauf nehmen. Sollte sich aber der nominelle Offensiv-Verteidiger Nummer 1 bei den Penguins, Kris Letang, wie schon so oft verletzen, könne Streit plötzlich im Powerplay mit Kessel, Crosby, Malkin und Hornqvist antreten – «das höchste der Gefühle für einen Eishockeyspieler».

Sinn macht der Trade auch aus Sicht der Franchise. Die Penguins hätten den grössten Teil ihres Lohnbudgets für die Stürmerstars verbraucht. Die Defensive sei hingegen in der Tiefe nicht so stark besetzt.

Und das sagt Roost weiter zum Streit-Deal:

  • «Der Umweg über Tampa hat nichts mit der Rivalität zwischen Philadelphia und Pittsburgh zu tun. Von so etwas lassen sich die General Manager (GM) nicht beeinflussen.»
  • «Nächste Saison wird Streit kaum mehr in Pittsburgh spielen.»
  • «Ein Spieler kann grundsätzlich keinen Einfluss auf die Trades nehmen. Nur in Ausnahmefällen gibt es persönliche Beziehungen von GMs zu Spielern, die einen Trade erleichtern. Immer häufiger kommen hingegen ‹No-Trade›-Klauseln in den Verträgen vor.»

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 01.03.2017