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National League Bei den Lakers liegen die Nerven blank

Die Rapperswil-Jona Lakers stehen vor dem Abstieg. Präsident Lucas H. Schluep hat das sinkende Schiff noch vor dem 4. Spiel gegen Langnau verlassen und ist zurückgetreten.

Legende: Video Lakers-Präsident Lucas H. Schluep tritt zurück abspielen. Laufzeit 0:15 Minuten.
Aus sportlive vom 08.04.2015.

Am Mittwoch gegen 12 Uhr wurde es offiziell: Präsident Lucas H. Schluep ist mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten. Massive Drohungen gegen ihn und seine Familie hätten Schluep zu diesem Schritt bewogen, teilten die Lakers mit.

Vollzugsmeldung mit 1 Tag Verspätung

Bereits am Dienstag um 11:03 Uhr hatten die Rosenstädter via Twitter den Rücktritt ihres Präsidenten vermeldet. Kurze Zeit später war die Meldung jedoch nicht mehr auffindbar. Die Kommunikationspanne kam just eine Woche nach der Ausrufung eines Medien-Boykotts und passt zur misslichen Lage, in der sich die St. Galler befinden.

Mit 0:3 liegen sie in der Ligaqualifikation gegen die SCL Tigers hoffnungslos zurück. Niemand glaubt wohl ernsthaft noch an die Wende. Dem Team von Notnagel Michel Zeiter fehlt jegliche Überzeugung. Nun steht der Klub nach dem Rücktritt Schlueps auch noch ohne Führung da.

Prügel in Rapperswil - Party in Langnau

Dieser soll nicht ohne Nebengeräusche erfolgt sein. Schluep hat sich gemäss übereinstimmenden Medienberichten am Montag im Rahmen des 3. Spiels der Ligaqualifikation im 100er-Klub ein Handgemenge geliefert. Schluep musste nach der Partie unter Polizeischutz aus dem Stadion eskortiert werden.

Der Abgang nach 21 Jahren in der NLA dürfte auch für die Lakers kaum mehr abzuwenden sein. Derweil richten sich die Emmentaler auf eine rauschende Aufstiegsfeier ein. Die Ilfishalle ist schon ausverkauft. Eine Freinacht winkt.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 06.04.15, 20:00 Uhr

Legende: Video Spiel 3 der Serie Lakers - Tigers abspielen. Laufzeit 3:07 Minuten.
Aus sportaktuell vom 06.04.2015.

14 Kommentare

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  • Kommentar von Valentin Vieli, Wald
    Wer sich seit Jahren in den Gefilden der Playout-Zone befindet, eigentlich genügend Mittel hätte, um sich zumindest im Mittelfeld zu bewegen, macht logischerweise vieles falsch: Einkaufspolitik, Trainer, Führung. Altes Sprichwort: der Fisch stinkt zuerst am Kopf. Wenn sich Rappi hätte retten wollen, wäre ein neuer Impuls mit einem erfahrenen Trainer schon VOR den Ambri-Spielen nötig gewesen. Das Duo Zeiter-Roggenmoser ist höchstens eine Bankstaffage, mehr nicht. Logische Konsequenz: Langnau NLA
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  • Kommentar von Zeno Zeigfinger, Hettlingen
    Und nun mein Kommentar zum Rücktritt des Lakers VR-Präsidenten. Im Grundsatz habe ich bei anderer Gelegenheit dazu aufgefordert, dass die "Sonnenscheinkapitäne" die Kommantobrücke verlassen sollen. Was in einer solchen Situation aber zu beachten ist, ist die Art und Weise wie jemand zurücktritt. Ich fordere alle diejenigen, welche ihre Verantwortung abgeben dazu auf, dies mit Stil und in erster Linie geordnet und sauber zu tun. Den Karren jetzt noch tiefer in den Dreck zu fahren wäre ....FG Z.Z.
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  • Kommentar von Zeno Zeigfinger, Hettlingen
    Liebe Eishockey Enthusiasten ... die Kommentare überfliegend, und glaubt mir, auf keinen Fall ins Detail wertend, bitte ich alle ihren Groll und Ihre unverständliche Missgunst unter dem Deckel zu halten und Eishockey wieder als das beginnen zu betrachten, wofür es grundsätzlich da ist. "Ein Spiel unter Freunden!" Es ist nur ein Spiel und nicht Krieg. Es ist nicht Ostschweiz gegen Westschweiz oder Zürich gegen Bern oder St.Gallen gegen Ambri oder was auch immer. "It's just a game!" LG Z.Z.
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    1. Antwort von Karl Müller, Düdingen
      Falsch - Profi-Eishockey ist Geschäft, Branche Unterhaltung. Es war einmal Sport und Spiel, vielleicht damals in den 60er Jahren des vergangenen Jahrtausends, als der EHRJ in der 1. Liga gegen Glarus spielte. Aber auch damals, als in einem einzigen Match ca. 170 Strafminuten verteilt wurden, nahmen die Spieler die Sache sehr ernst. Verlieren will keiner, sonst kann er gleich die Schlittschuhe im Schrank lassen.
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