Bern schlägt zurück und greift nach dem Titel

Dem SC Bern fehlt noch ein Sieg zur Titelverteidigung. Die «Mutzen» gewinnen Spiel 5 zuhause mit 6:1 und haben am Ostermontag den ersten Matchpuck.

  • Bern 3 Mal im Powerplay erfolgreich
  • SCB führte nach 10 Minuten schon 3:0
  • Spiel 6 am Montag um 20:10 Uhr auf SRF zwei

Die Reaktion des Meisters auf die jüngsten zwei Overtime-Niederlagen fiel vehement aus. Bern überrollte den EVZ vor eigenem Anhang regelrecht und lag schon nach 115 Sekunden in Führung.

Martschini sass wegen Goalie-Behinderung auf der Strafbank, Timo Helbling stiess Thomas Rüfenacht ins eigene Tor, als Andrew Ebbett abgezogen hatte. Der Treffer zählte.

Jalonens Prophezeiung tritt ein

SCB-Coach Kari Jalonen sah an der Bande, wie sein Team die vorgegebene Marschroute umsetzte. «Die Energie ist zurück, die ersten 10 Minuten sind wichtig», hatte der Finne vor der Partie angekündigt.

Bereits nach 10:06 Minuten stand es 3:0. Nach Simon Bodenmanns Kracher hatte nun die 4. Linie zugeschlagen. Rückkehrer Aaron Gagnon bediente Marco Müller, der Tobias Stephan keine Chance liess.

Andrew Ebbett.

Bildlegende: Brachte Bern früh auf Kurs Andrew Ebbett. EQ Images

Zuger Strafen, Berner Tore

Die restliche Spielzeit verkam zum Berner Schaulaufen. Die Hausherren waren dem EVZ in allen Belangen überlegen und profitierten von den vielen Zuger Undiszipliniertheiten. Alleine Helbling nahm drei kleine Strafen.

Rüfenacht (4:0) und Ramon Untersander (6:1) trafen wie Ebbett in Überzahl. Zugs Ehrentreffer durch Robin Grossmann (35.) war nicht mehr als eine Randnotiz: Eine gute Minute später stellte Topskorer Mark Arcobello den Vier-Tore-Vorsprung wieder her.

Schon am Montagabend kann Bern den 15. Meistertitel in der Klubgeschichte perfekt machen. Es wäre die erste Titelverteidigung seit 2001 (ZSC).

Die Stimmen zum Spiel

  • Lino Martschini: «Es war ein Abend zum Vergessen. Die Berner waren heute ganz klar besser, aber wir haben es ihnen auch leicht gemacht. Wir waren nicht bereit»
  • Dominik Schlumpf: «So wie im 1. Drittel wollten wir sicher nicht starten. Danach haben wir uns ein wenig gefangen, aber es war natürlich schwierig. Wir müssen die Partie schnell abhaken und es am Montag besser machen.»
  • Thomas Rüfenacht: «Im 1. Drittel ging alles rein. Wir hatten heute gute Beine, sind viel gelaufen, haben um jede Scheibe gekämpft, dafür wurden wir belohnt.»
  • Ramon Untersander: «Es war ein super Abend, aber wir sind noch nicht am Ziel. Wir werden am Montag voll angreifen.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 15.04.2017, 20:10 Uhr