Bern stösst Freiburg noch tiefer ins Elend

Auch im Zähringer Derby findet Freiburg nicht zum Erfolg zurück. Die «Drachen» unterliegen Bern mit 1:3. Kloten hält Biel dank einem 3:2-Sieg nach Verlängerung auf Distanz. Die ZSC Lions schlagen Lugano trotz zahlreicher Absenzen mit 4:2.

  • Dem Verletzungspech getrotzt: Die ZSC Lions und Davos kommen trotz zahlreicher Absenzen zu Siegen.
  • Höhenflug gestoppt: Lugano verliert nach 6 Siegen in Serie erstmals wieder.
  • Kloten kann auswärts doch noch gewinnen. Vor der Partie in Biel waren die «Flieger» achtmal in Folge ohne Punktgewinn in der Fremde geblieben.
  • Genf-Servette revanchiert sich für die Niederlage im Léman-Derby vor 8 Tagen.
  • Langnau-Keeper Ivars Punnenovs pariert beim Sieg in Zug 47 Schüsse.
Miss Schweiz Lauriane Sallin beim Puckeinwurf in Freiburg.

Bildlegende: Prominenter Zaungast Miss Schweiz Lauriane Sallin beim Puckeinwurf in Freiburg. EQ Images

Freiburg - Bern 1:3

Auch der Puckeinwurf durch Miss Schweiz Lauriane Sallin brachte nicht die Wende: Freiburg bezog im Zähringer Derby die 8. Niederlage in Serie und musste den SCB bis auf 3 Punkte herankommen lassen. Nach 22 Minuten lag das Heimteam bereits 0:2 in Rückstand, nebst SCB-Topskorer Cory Conacher hatte auch der Ex-Freiburger Timo Helbling getroffen. Den Anschlusstreffer durch Michael Ngoy kurz nach Spielmitte beantwortete Luca Hischier postwendend mit dem 3:1. Beim SCB stand erstmals Jakub Stepanek zwischen den Pfosten.

Biel - Kloten 2:3 n.V.

Chad Kolarik war der Matchwinner beim Gastspiel in Biel. Er traf nach 39 Sekunden in der Verlängerung. Zuvor war er schon für den 2:2-Ausgleich besorgt gewesen. Bei den beiden schwächsten Boxplay-Teams der Liga erstaunt es wenig, dass 3 der 4 Treffer in der regulären Spielzeit im Powerplay fielen. Klotens neuer Ausländer Mathis Olimb hatte dabei beim 1:0 durch Tommi Santala seinen Stock im Spiel. Biel verpasste es, gegenüber einem direkten Konkurrenten im Strichkampf Boden gutzumachen. Die Seeländer liegen nun 13 Punkte hinter einem Playoff-Platz.

ZSC Lions - Lugano 4:2

Roman Wick war der gefeierte Mann bei den «Löwen». Sein Doppelpack im Mitteldrittel (31./34.) brachte das Heimteam auf die Siegerstrasse. Zudem verdoppelte er mit seinen Saisontreffern 4 und 5 beinahe seine bisherige Torausbeute. Der 18-jährige Dominik Diem beseitigte mit seinem 1. NLA-Tor zu Beginn des Schlussdrittels etwaige Zweifel am Erfolg der Lions.

Lausannes Anhänger halten Plakate in die Höhe

Bildlegende: «Quennec, hau ab» Lausannes Anhänger fordern den Abgang des Hauptaktionärs. Keystone

Lausanne - Genf-Servette 0:3

Zu Beginn der Partie verschafften die Lausanne-Anhänger ihrem Unmut Luft. Auf zahlreichen Plakaten forderten sie den Abgang von Hauptaktionär Hugh Quennec, der auch Besitzer von Genf-Servette ist. Quennec blockiert zurzeit die Expansionspläne der Waadtländer. Im Spiel mussten sich die Zuschauer dann lange gedulden, ehe die Tore fielen. In der 56. Minute eröffnete Jim Slater das Skore. Zwei Minuten später doppelte der US-Amerikaner nach, ehe er noch die Vorlage für Daniel Rubins «Empty netter» zum Schlussstand lieferte und so endgültig zum Matchwinner avancierte.

Davos - Ambri 2:1 n.V.

4 Sekunden vor Ablauf der Overtime und in Unterzahl gelang Andres Ambühl der entscheidende Treffer. Für den HCD war es bereits der 10. Shorthander der Saison, 3 davon gehen auf das Konto von Ambühl. Zuvor hatte Mauro Jörg das Heimteam nach einer schönen Passstafette über Devin Setoguchi und Marc Aeschlimann im Powerplay in Führung gebracht (10.). Adrien Lauper glich das Skore zu Beginn des 3. Drittels aus. Ambri verpasste den möglichen Sieg, als Oliver Kamber erst nur die Latte traf (45.) und Inti Pestoni mit einem Penalty an Nationaltorhüter Leonardo Genoni (55.) scheiterte.

Zug - SCL Tigers 2:3 n.P.

Die Emmentaler erlebten ein Wechselbad der Gefühle. Im 1. Drittel klar unterlegen (Schussverhältnis 4:17!), kamen die Tigers im 2. Abschnitt besser ins Spiel und gingen durch Rostislav Olesz in Führung. Diesen Rückstand korrigierten die Zuger kurze Zeit später im Powerplay. Nach der neuerlichen Führung nach einer feinen Einzelleistung durch Yannick-Lennart Albrecht sah es lange Zeit danach aus, dass die Berner sämtliche Punkte aus der Bossard-Arena entführen würden. Doch Josh Holden gelang 30 Sekunden vor Schluss noch der Ausgleich. Schliesslich war es Chris DiDomenico, der mit dem 14. Penalty doch noch den Sieg der Gäste bewerkstelligen konnte.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 22.12.2015, 22:05 Uhr.

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