Bern und Lugano mit Derby-Siegen

Leader Freiburg ist im Zähringer Derby in Bern gleich mit 1:5 getaucht. Lugano gab beim 6:3-Sieg gegen Ambri ein Lebenszeichen von sich und reichte die rote Laterne an den Kantonsrivalen weiter. Lausanne gewann überraschend in Kloten mit 5:4.

  • Gehässiges Zähringer Derby: Im Spiel zwischen Bern und Freiburg wurden nicht weniger als 110 Strafminuten ausgesprochen.
  • Turbulente 98 Sekunden in der Resega: Zwischen der 9. und 11. Minute fallen im Tessiner Derby 4 Tore.
  • Davos ist für Biel kein erfolgreiches Pflaster. Auch im 15. Anlauf seit dem Wiederaufstieg 2008 gehen die Seeländer im Landwassertal als Verlierer vom Eis.

Bern - Freiburg 5:1

Der SCB feierte gegen Leader Freiburg den 6. Heimsieg in Folge. Nach einem Shorthander-Tor durch Thomas Rüfenacht in der 38. Minute zum 4:1 war der Widerstand der Gäste gebrochen. Für die effizienteren «Mutzen» war es ein runder Abend. Simon Bodenmann eröffnete mit seinem 1. Tor für den SCB das Skore. Martin Plüss sorgte mit dem 2:0 für den 23. Berner Powerplay-Treffer (Liga-Bestwert). Flurin Randegger setzte mit dem 5:1 den Schlusspunkt, Bruder Gian-Andrea lieferte sich später mit John Fritsche einen Faustkampf. Die 16‘974 Zuschauer konnten sich über mangelndes Spektakel also nicht beklagen. Freiburg bleibt trotz der Niederlage Leader.

Lugano - Ambri 6:3

Der HC Lugano lebt – ausgerechnet im Tessiner Derby gelang den «Bianconeri» der 1. Sieg nach der «Ära Fischer». Dabei hatte der Abend alles andere als erfreulich begonnen. Nach dem 0:1 verletzte sich Daniel Manzato so schwer, dass er gestützt von Betreuern vom Feld begleitet werden musste. Die Szene war der Ausgangspunkt zu 2 verrückten Spielminuten, in denen 4 Tore fielen und Lugano mit einer 3:2-Führung auf die Siegerstrasse einbog. Nach Linus Klasens 4:2 in der 46. Minute läutete Inti Pestoni mit dem Anschlusstreffer eine heisse Schlussphase ein (52.). Doch Raffaele Sannitz und Gregory Hofmann ins leere Tor sorgten schliesslich doch noch für klare Verhältnisse.

Davos - Biel 6:3

Davos feierte beim 6:3 gegen Biel den 3. Sieg in Serie und festigte damit den Platz im oberen Mittelfeld der Tabelle. Der Tessiner Gregory Sciaroni konnte sich als Doppeltorschütze auszeichnen. Auch dem Ex-Davoser Mathias Joggi gelangen 2 Treffer, darunter der zwischenzeitliche Ausgleich zum 1:1 (15.). Spätestens bei Dario Simions Tor zum 5:1 war die Partie aber entschieden (51.). Biel wartet damit weiter auf den 1. Sieg in Davos seit dem Wiederaufstieg 2008.

Kloten - Lausanne 4:5

Die offensiv schwächste Mannschaft der Liga fühlte sich in der Kolping Arena sichtlich wohl. Gegen eine nicht immer sattelfeste Klotener Verteidigung gelangen den Westschweizern nämlich gleich 5 Treffer. Nach 2 Dritteln und einem munteren hin und her stand es noch 3:3, auf eine unkonzentrierte Phase im Schlussabschnitt mit 2 Gegentoren innert 3 Minuten konnten die Flughafenstädter dann nicht mehr reagieren.

Genf-Servette - Zug 4:3 n.V.

Die Calvinstädter sahen bei Spielmitte und dem 3:0 durch Romain Loeffel schon wie die sicheren Sieger aus, ehe Pierre-Marc Bouchard (40.), Lino Martschini (54.) und Tim Ramholt (58.) die Gäste noch in die Verlängerung retteten. Dort durfte das Heimteam gleich zweimal in Überzahl spielen, brachte aber keinen Treffer zustande. Verpasstes holte im Penaltyschiessen dann Noah Rod nach, der als Einziger seinen Versuch verwerten konnte. Zu reden gab zudem ein Check von Yannick Blaser. Der EVZ-Verteidiger hatte nach 5 Minuten Marco Pedretti niedergestreckt und wurde für diese Aktion unter die Dusche geschickt. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Zentralschweizer nach Toren von Arnaud Jacquemet und Loeffel bereits 0:2 in Rückstand.

Sendebezug: SRF 2, «sportaktuell», 23.10.2015, 22:20 Uhr.

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