Bern verliert Strichkampf-Krimi

Der SC Bern findet auch in Lausanne nicht zum Siegen zurück: Die Hauptstädter verlieren das Direktduell im Kampf um die Playoff-Plätze gegen Lausanne mit 4:5 n.P. Langnau, Kloten und Ambri müssen ebenfalls als Verlierer vom Eis.

  • Der SC Bern verliert zum 7. Mal in Folge
  • HCD-Stürmer Marc Wieser sammelt in Langnau 4 Skorerpunkte
  • Reto Suri (EVZ) und Louis Leblanc (Lausanne) kassieren Matchstrafen

Der NLA-Strichkampf

7.Lausanne43155320107:12658
8.Ambri-Piotta42162519121:13957
9.Bern43134917131:14056
10.Kloten Flyers42153222122:12853
11.SCL Tigers41125321114:13949

Lausanne – Bern 5:4 n.P.

Knapper hätte Mikko Kousa den SCB nicht in die Verlängerung schiessen können: In wortwörtlich allerletzter Sekunde netzte der Finne zum 4:4-Ausgleich ein. Besonders bitter: Lausanne-Topskorer Harri Pesonen hatte kurz zuvor nur den Pfosten des leeren Berner Gehäuses getroffen. Im Penaltyschiessen traf einzig Joel Genazzi als 17. Schütze (!) und avancierte zum Matchwinner. Bereits die reguläre Spielzeit war wie ein Krimi verlaufen: Bern drehte in einem 5-Minuten-Powerplay (Matchstrafe gegen Louis Leblanc) einen 1:2-Rückstand zur 3:2-Führung. Nach dem Ausgleich von Ossi Louhivaara traf schliesslich Pesonen zum – vermeintlichen – 4:3-Siegtreffer für Lausanne.

Schafft der SC Bern die Playoffs?

  • Ja, die Berner gehören zu den besten 8 Teams der NLA.

    26%
  • Nein, bei Bern ist der Wurm drin. Die Playouts rufen!

    73%
  • 1180 Stimmen wurden abgegeben

SCL Tigers – Davos 3:7

Die Fans in der Ilfishalle konnten sich über mangelnde Unterhaltung definitiv nicht beklagen: 8 Tore fielen allein bis zu Spielhälfte. Die Mehrheit der Zuschauer dürfte sich zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht über die 6:2-Führung der Gäste aus Davos freuen. Die Partie entwickelte sich ab dem 1. Bully zum offenen Schlagabtausch mit teilweise kapitalen Fehlern in der Langnau-Verteidigung. Grosse Figur beim HCD war Marc Wieser mit 4 Skorerpunkten. Langnau muss im Kampf um die Playoffs indes einen herben Rückschlag einstecken.

Geneve-Servette - Kloten Flyers 4:3

Aucht Kloten erlitt im Kampf um die Playoff-Plätze eine Niederlage. Beim 3:4 in Genf zeigten die Flyers zwar Moral und holten ein 0:2 sowie ein 2:3 auf. Letztlich gingen die Gastgeber aber als verdiente Sieger vom Eis. Tom Pyatt markierte 140 Sekunden vor dem Ende das Game-Winning-Goal. Drei Sekunden vor der 3. Sirene hatte Denis Hollenstein noch den Ausgleich auf dem Stock, scheiterte aber an Genfs Hüter Robert Mayer. Damit blieben auch die starken Auftritte von Klotens Mathis Olimb (3 Skorerpunkte) und Franco Collenberg (herrliches Solo zum 3:3) unbelohnt.

Video «Zugs Martschini entscheidet Match gegen Ambri mit feinem Händchen» abspielen

Martschini entscheidet Match mit feinem Händchen

0:15 min, vom 26.1.2016

Zug – Ambri-Piotta 5:4 n.P.

Ambri verkaufte sich in der Zuger Arena teuer: Die Tessiner spielten über weite Strecken auf Augenhöhe mit dem EVZ. Nach einem 0:1-Rückstand drehten die «Biancoblu» die Partie dank 3 Powerplay-Toren. Ambri profitierte dabei von einer Matchstrafe gegen Reto Suri, der mit einem üblen Check gegen den Kopf Sven Berger ausgeknockt hatte. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch: Zug ging dank 3 schnellen Toren wieder in Führung, ehe Ambri der neuerliche Ausgleich gelang. Nach der torlosen Verlängerung sicherte Lino Martschini den Zugern schliesslich mit 2 herrlich verwandelten Penaltys den Zusatzpunkt.

Fribourg-Gottéron - ZSC Lions 2:3

Fast 2 Minuten vor Schluss machte Freiburg-Goalie Benjamin Conz einem 6. Feldspieler Platz. Das Heimteam lag nach 58 Minuten mit 1:2 zurück und drückte auf den Ausgleich. Und tatsächlich: Greg Mauldin traf zum 2:2. Die Partie dauerte aber noch 66 Sekunden. Die Gottéron-Fans hatten nach dem Jubeln wohl noch kaum wieder Platz genommen, als Mike Künzle die Lions abermals in Führung schoss - und damit 26 Sekunden vor der Schlusssirene endgültig für die Entscheidung sorgte.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 26.01.2016, 22:20 Uhr

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