Biel, ZSC Lions und Lugano erzwingen die «Belle»

Der EHC Biel hat Qualifikationssieger Fribourg zum 3. Mal de suite in die Knie gezwungen und damit in der Serie zum 3:3 ausgeglichen. Auch zwischen Davos und den ZSC Lions sowie bei Lugano gegen Zug kommt es am Samstag zum Showdown.

Überraschenderweise muss Fribourg über die volle Distanz. Der Quali-Sieger musste sich in Biel mit 3:4 nach Penaltyschiessen geschlagen geben. Marc-Antoine Pouliot war als einziger Spieler im Shootout erfolgreich, Biel-Keeper Reto Berra parierte alle 5 Fribourger Versuche - bei Romain Loeffels Abschluss half der Pfosten.

Erneut früh in Rücklage

Damit fand Fribourg zum 3. Mal in Serie gegen Biel kein Mittel, um den Halbfinal-Einzug zu bewerkstelligen. In Spiel 4 und 5 war Fribourg nach den ersten Minuten 0:2 zurück gelegen und auch im 6. Duell sah man sich nach nur 245 Sekunden im Hintertreffen. Sebastian Schilt konnte zwar postwendend ausgleichen, doch Philipp Wetzel und Chris Campoli brachten den EHCB noch in Drittel 1 mit 3:1 in Front.

Bereits beim letzten Auftritt in Biel (4:5 n.P.) hatten die Fribourger 2 Mal einen Zweitore-Rückstand wettgemacht - nun gelang das «Kunststück» in einfacher Ausführung: Andrei Bykow und Tristan Vauclair egalisierten das Skore noch im Mitteldrittel - zu mehr reichte es aber nicht. Einmal mehr setzte sich die Bieler Kampfkraft gepaart mit Leidenschaft am Ende durch.

ZSC-Sieg dank Lehtonen

Mikko Lehtonen

Bildlegende: Matchwinner Mikko Lehtonen hatte bei allen ZSC-Treffern seinen Stock im Spiel. EQ Images

Mikko Lehtonen war der Baumeister beim 3:2-Erfolg der ZSC Lions in Davos. Der Finne, der rechtzeitig zur Bestform aufzulaufen scheint, liess sich 1 Tor und 1 Assist gutschreiben - zudem provozierte er ein Eigentor. Damit geht der «Klassiker» zwischen dem ZSC und dem HCD zum zweiten Mal nach 2007 über die volle Distanz. Damals behielten die Bündner (nach 1:3-Rückstand!) das bessere Ende für sich.

Zwei kuriose Eigentore

Die Lions starteten engagierter in die Partie und gingen folgerichtig bis in die 23. Minute durch Treffer von Thibaut Monnet und Lehtonen mit 2:0 in Führung. Dann fielen zwei kuriose Eigentore: Erst gelang Patrick Schommer (26.) das Davoser Anschlusstor, indem er den Rücken von ZSC-Keeper Lukas Flüeler anschoss. Nur wenig später war es HCD-Verteidiger Tim Ramholt, der eine Hereingabe von Roman Wick vor dem bereitstehenden Lehtonen ins eigene Tor beförderte.

Die Zürcher, die das Spiel im Anschluss unter Kontrolle hatten, kamen erst nach dem 2. Gegentreffer durch Robin Grossmann (54.) ins Schwitzen. Kurz darauf verpasste Petr Sykora in Überzahl mit einem Knaller an die Latte gar den möglichen Ausgleich. In der Folge liess sich die Zürcher Defensive aber nicht nochmals überraschen und rettete das 3:2 über die Zeit.

Lugano rettet Vorsprung über die Zeit

Das Zuger Schlussfurioso wurde in Lugano nicht mit dem Ausgleich belohnt.

Bildlegende: Anrennen Das Zuger Schlussfurioso wurde in Lugano nicht mit dem Ausgleich belohnt. Keystone

Auch das Duell zwischen Lugano und Zug wird erst im 7. Spiel entschieden. Die Tessiner gewannen im eigenen Stadion mit 2:1 und glichen die Serie zum 3:3 aus. Das Fundament zum Sieg legte Lugano in der ersten Spielhälfte durch Tore von Brett McLean (4.) und Hnat Domenichelli (30.). Die Zuger, die zuvor harmlos geblieben waren, setzten im Schlussabschnitt zwar zu einem Sturmlauf an, zu mehr als dem Ehrentreffer durch Fabian Sutter (51.) reichte es jedoch nicht.

Damit erhält diese enge Serie, in der keine Partie mit mehr als 2 Toren Differenz entschieden worden war, am Samstag in Zug ein Endspiel.