Biels «Kloten-Fraktion» kennt keine Sentimentalitäten

Seit vielen Jahren baut der EHC Biel auf ein Fundament von Spielern, die von den Kloten Flyers ins Seeland gewechselt haben. Nun könnten Emanuel Peter, Gianni Ehrensperger und Co. ausgerechnet ihren Ex-Klub ins Playout-Elend stossen. Zeit für Sentimentalitäten bleibt jedoch keine.

Biels Center Emanuel Peter

Bildlegende: Will auch am Dienstag jubeln Biels Center Emanuel Peter Keystone

«Ich habe keinen grossen Bezug mehr zu Kloten», sagt Emanuel Peter, «ich bin schon zu lange weg. Aber für einige, die auch in Kloten aufgewachsen sind, ist es sicher etwas spezieller», so der zuverlässige Center mit Nati-Erfahrung.  «Es ist aber eigentlich egal, gegen welches Team wir kämpfen. Man soll da auch keine falschen Emotionen wecken», wiegelt er ab.

Aufstieg mit Kloten-Fundament

Peter hatte einst mit Gianni Ehrensperger und Manuel Gossweiler zum B-Ligisten EHC Biel gewechselt und mitgeholfen, den dreifachen Schweizer Meister in die NLA zurückzuschiessen. Und wie Peter will auch Flügel Ehrensperger der Konstellation keine übergrosse Bedeutung zumessen: «Man muss während dem Spiel auf seine eigene Leistung schauen. Gegen wen man da sonst noch kämpft, spielt keine Rolle. Und eine Extra-Motivation brauchen wir sowieso nicht», so Ehrensperger.

Funkstille in den letzten Tagen

Mittlerweile ist die «Klotener Kolonie» im Seeland weiter angewachsen, auf die neue Saison hin kamen mit Jeffrey Füglister und Steve Kellenberger zwei weitere Spieler aus der Flughafenstadt an den Bielersee. Gerade Kellenberger pflegt immer noch regen Kontakt zur alten Heimat, zuletzt sei aber häufiger Funkstille gewesen. «Für Jeffrey und Steve, die in der letzten Saison noch in Kloten spielten, ist die Lage sicher etwas extremer. Sie haben noch einen besseren Draht», glaubt Ehrensperger.

Sorge und Überraschung

Mitverfolgt haben die Bieler Spieler die Geschehnisse rund um die Kloten Flyers seit letzten Sommer aber sehr wohl: «Der Existenzkampf im letzten Sommer hat mich als Ur-Klotener natürlich schon beschäftigt. Dass Kloten in der NLA bleiben konnte, lag mir am Herzen», sagt Ehrensperger.  

Peter zeigt sich überrascht, dass Kloten am Ende der Quali um die Playoffs bangen muss: «Ich hatte nicht den Eindruck, dass Kloten durch die Abgänge sehr geschwächt wurde. Das Team wirkte auf mich immer noch sehr stark. Die aktuelle Situation kommt doch etwas überraschend».

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