Bodenmann: «Solche Szenen gibt es 2 bis 3 pro Match»

Der HC Lugano hat nicht nur Final-Spiel 4, sondern früh beim 1:2 in der Overtime auch Damien Brunner verloren. Der Topstürmer schied nach einem Rencontre mit Simon Bodenmann aus. Der Berner spricht von einem unglücklichen Zufall.

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Bodenmann: «Es war ein unglücklicher Zufall»

1:33 min, vom 10.4.2016

Die 64. Minute in Akt 4 der Meisterentscheidung brachte Luganos Headcoach Doug Shedden einmal mehr in Rage. Damien Brunner ging nach einem Check von Simon Bodenmann zu Boden und prallte anschliessend kopfvoran in die Bande. Dort blieb der 30-Jährige benommen liegen und kehrte für den Rest der Partie nicht mehr aufs Eis zurück.

Die Schiedsrichter ahndeten den Vorfall nicht. Sie befeuerten damit die Diskussion weiter, dass in strittigen Situationen eher Bern begünstigt würde. Darum stand nach dem 2:1 in der Hauptstadt, das am Ende die Stärkeverhältnisse korrekt widerspiegelte, einmal mehr nicht die Leistung der Aktiven, sondern jene der Unparteiischen im Fokus.

Keine aussergewöhnliche Situation vs. Brutalofoul

Der Ausfall Brunners, in Kloten einst sein Teamkollege, hinterliess bei Bodenmann zwar Spuren. Dennoch ist Berns Flügel der Überzeugung, «dass in dieser Situation richtig entschieden worden ist». Es habe keine Absicht dahinter gesteckt. Vielmehr verweist er auf einen unglücklichen Zufall.

Bodenmann wollte an der Bande Jagd auf die Scheibe machen. Den folgenden Zweikampf erlebt er so, dass Brunner von ihm unbemerkt mit vollem Speed angebraust gekommen sei. «Er fuhr mir in den Handschuh rein. Mein Ellbogen war nicht im Spiel.» Gleichwohl war Brunner in der Folge unglücklich im Gesicht getroffen worden.

«  Es ist nicht einfach, diese Niederlage zu verdauen. »

Julien Vauclair

In der Nachbetrachtung spricht Bodenmann sogar von einer Szene, wie sie 2 bis 3 Mal in einem Match passieren könne. Die Tessiner verloren 13 Minuten später die Partie. Sie dürfen sich nun 3 Partien lang keinen Ausrutscher mehr erlauben, wollen sie die Serie noch drehen. Julien Vauclair brachte den Frust wie folgt auf den Punkt: «Es ist nicht einfach, diese Niederlage zu verdauen. Ich denke, das Foul gegen Brunner war ein brutales Foul.»

Shedden tobt: «20 Sperren sind angezeigt»

Shedden wetterte hinterher: «20 Spielsperren für Bodenmann! In der NHL würde man ihn für 20 Partien sperren.» Und in einem Anflug von Zynismus machte der 54-Jährige folgenden Vorschlag: «Ich kann die Trophäe Bern ja schon vor dem 5. Spiel überreichen.» Denn, wenn er sehe, was auf der Eisfläche alles passiere, könne man auf die Fortsetzung verzichten.

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Sendebezug: Laufende Berichterstattung zu den Playoffs

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Brunner bleibt benommen liegen

1:29 min, vom 9.4.2016

Verfahren eröffnet

Für Bodenmann hat der Check gegen Damian Brunner ein Nachspiel. Der Verband eröffnete ein ordentliches Verfahren.