Brunner lässt die «Curva Nord» träumen

Der HC Lugano führt in der Serie gegen Genf-Servette mit 2:1 und befindet sich auf Kurs Richtung Final. Sogar der erste Titel seit 10 Jahren scheint möglich. Auch dank eines formstarken Damien Brunner.

Damien Brunner fährt über das Eis.

Bildlegende: Gut in Form Damien Brunner nimmt immer mehr Fahrt auf. Keystone

Die Erwartungen in Lugano waren gross, als Damien Brunner im Dezember 2014 von der NHL in die Resega wechselte. Lange konnte Brunner die sehr hohen Ansprüche aber nicht ganz erfüllen. Zwar hatte der 28-Jährige vor den aktuellen Playoffs in 59 Spielen ansprechende 51 Skorerpunkte erzielt. Dennoch hätte man von einem Spieler seiner Klasse noch ein bisschen mehr erwartet.

Im entscheidenden Moment ist Brunner da

In den Playoffs hat Brunner nun aber noch einmal zugelegt. Nach 7 Partien steht er bei 9 Zählern, zudem bewies er bereits zweimal in entscheidenden Momenten, wie wichtig er für die Luganesi sein kann. Im 4. Viertelfinal gegen Zug sicherte er seinem Team in der 58. Minute den 5:4-Sieg, am Dienstag in Genf machte er in der Verlängerung alles klar.

«  Es ist der beste Brunner, den ich je gesehen habe. »

Doug Shedden
Lugano-Coach

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Brunners Game-Winning-Goal in Genf

0:26 min, vom 24.3.2016

Besonders dieser bisher letzte Treffer zeigte, was Brunner für Lugano so wertvoll macht. Der Stürmer verleitete in der Overtime den Genfer Daniel Vukovic zu einem Fehlpass und verwertete kaltblütig. «Normalerweise ziehen wir uns da weiter zurück. Ich habe ein bisschen gemogelt und bin aus dem System rausgelaufen», sagte er mit einem Schmunzeln.

Dass sich Brunner für einmal nicht so ganz an die Vorgaben von Doug Shedden gehalten hat, war dem Trainer selbstredend egal. Der Kanadier lobte seinen Schützling im Gegenteil in den höchsten Tönen: «Es ist der beste Brunner, den ich je gesehen habe.»

«  In der Resega verlieren wir nicht zweimal in Serie. »

Damien Brunner

Brunner fühlt sich derzeit extrem wohl in Lugano: «Die ganze Mannschaft ist auf der gleichen Seite.» Die Auftritte seien in den Playoffs deshalb besser und konsequenter als in den vergangenen Jahren. Auch von Rückschlägen lasse sich das Team nicht aus der Fassung bringen: «Wir können den Schalter gleich wieder umlegen, uns aufs Positive fokussieren.»

Am Donnerstag hat Lugano zuhause die Möglichkeit, in der Serie gegen Genf auf 3:1 zu erhöhen. Im ersten Heimspiel setzte es allerdings eine Niederlage ab. Für Brunner ist aber klar: «In der Resega verlieren wir nicht zweimal in Serie.»

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Brunner im Interview nach Halbfinal 3

1:29 min, vom 24.3.2016

Sendebezug: Laufende Berichterstattung NLA-Playoffs

Lugano - Genf auf SRF zwei

Verfolgen Sie Spiel 4 des Playoff-Halbfinals am Donnerstag ab 20:00 Uhr auf SRF zwei. Auch im Livestream und Radio SRF können Sie die Partie mitverfolgen.