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National League Davos: Ein Jahr im Umbruch

Der HC Davos bastelt am Team für die Zukunft. In der aktuellen Saison dürfen von den Bündnern keine Wunder erwartet werden. Die Rückkehr in die Playoff-Halbfinals scheint weniger realistisch als der Fall in die Platzierungsrunde.

Legende: Video Der HC Davos vor dem Saisonstart abspielen. Laufzeit 03:31 Minuten.
Aus sportaktuell vom 11.09.2014.

Mit René Back, Robin Grossmann, Sandro Rizzi, Dario Bürgler und Peter Guggisberg hat der HC Davos auf die neue Saison hin einen ganzen Block mit bestandenen NLA-Spielern verloren. Neu gekommen sind mit Ausnahme von Nati-Verteidiger Félicien Du Bois ausschliesslich junge Spieler mit Potenzial für die Zukunft.

Der HCD ist mitten im Umbruch. Von der «goldenen Generation» sind nur noch die Brüder Reto und Jan von Arx sowie Beat Forster übrig geblieben. Trainer Arno Del Curto ortet vorab in der Verteidigung Probleme mit der Routine und schliesst daraus: «Diese Mannschaft braucht Zeit. Nur mit einem guten Lauf ist die Playoff-Teilnahme realistisch.»

Weiterentwicklung als oberstes Ziel

Seit vier Jahren wartet Davos auf eine Teilnahme an den Playoff-Halbfinals. «Gut möglich, dass es auch in diesem Jahr nicht reicht», weiss Del Curto. Das Ziel für sein Team formuliert der Coach deshalb unabhängig von sportlichen Erfolgen: «Weiterentwickeln, die jungen Spieler an die NLA heranführen, die Zuschauer erfreuen und die Mannschaft für die Zukunft rüsten.»

Legende: Video Interview mit Arno Del Curto abspielen. Laufzeit 05:46 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 12.09.2014.

Die grössten Hoffnungen setzt Davos auf den neuen Schweden Dick Axelsson, der erstmals ausserhalb seiner Heimat spielt. Zusammen mit Landsmann Marcus Paulsson soll Axelsson ein gefährliches Offensiv-Duo bilden – wie 2010/11 in Färjestad, als das Duo gemeinsam durch die schwedische Eliteserien gewirbelt ist.

«... dann bin ich schnell weg»

Del Curto steigt in seine 19. Saison als HCD-Trainer. «Leidenschaft und Energie sind noch da», meint der mit Abstand dienstälteste Coach im Schweizer Profi-Sport. «Sollte ich aber merken, dass ich die Mannschaft nicht mehr weiter bringe, dann bin ich schnell den Wolfgang-Pass runtergefahren», meint der St. Moritzer zu seiner Rolle.

Davor dürfte man sich in Davos wohl besonders fürchten. Beim gewollten Umbruch der Mannschaft spielt Del Curto die absolute Schlüsselrolle. Der charismatische Trainer hat die letzte goldene Generation in Davos aufgebaut und soll seinen Klub nun in die Zukunft führen. «In 2-3 Jahren», sagt der Coach, «wollen wir wieder um die Spitze mitspielen können.»

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 11.09.14, 22:20 Uhr

3 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Haller, Reinach
    Ja das Kreuz mit dem richtigen Zeitpunkt für den Absprung. Soll uns die verkehrt aufgesetzte Mütze eine immer noch junge Wildheit und Verwegenheit vorgaukeln? Jedenfalls darf man gespannt sein, wie lange die Achse mit den Senioren aus dem Emmental noch hält.
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  • Kommentar von E.Wagner, Zug
    Seinen Verdienst in Ehren zu all den Meistertiteln. Aber ich denke Del Curto ist selber das Problem. Ein Neuer Trainer täte dem Club auch wieder mal gut. Wenn er gewinnt ist alles gut, wen nicht sind alle andern Schuld.
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  • Kommentar von Hockeyfan, Winterthur
    Ich will an dieser Stelle den Reporter loben,welcher das Interview mit Del Curto führte.Dieser Mann ist kein einfacher Interviewpartner,da sind immer viele Emotionen drin.Del Curto behauptete,dass die Verteidigung jung sei. Der Reporter erwähnte zum Schluss noch Du Bois, wäre vielleicht nicht schlecht gewesen wenn Du Bois bei der Diskussion über das Kader erwähnt worden wäre vom Reporter,aber immerhin erwähnte er ihn noch, denn ich denke Del Curto vergass ihn als er über die Verteidigung sprach.
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