Davos vergibt 1. Matchpuck - Bern zieht Kopf aus der Schlinge

Der HC Davos hat es verpasst, vorzeitig in die Halbfinals einzuziehen. Die Bündner gingen bei den Lions gleich mit 1:5 unter. Der SC Bern konnte mit dem 2:1-Sieg n.V. gegen Genf ein frühzeitiges Out in extremis verhindern.

Im ersten Drittel verzeichneten die Lions ein klares Chancenplus. Doch entweder scheiterten sie am herausragenden HCD-Hüter Leonardo Genoni oder am eigenen Unvermögen.

Kenins bricht den Bann

Kurz nach Aufnahme des Mitteldrittels stocherte Ronalds Kenins den Puck zur überfälligen Führung ins Tor. Die nun entfesselten Lions erhöhten kurz darauf gar auf 2:0: Mark Bastl versuchte es mit einem «Buebetrickli», Genoni lenkte den Puck mit dem Schoner nach vorne, wo Thibaut Monnet ins halbleere Tor verwerten konnte. Kurz vor der 2. Sirene gelang den Zürchern durch einen Abpraller von Mikko Lehtonen mit dem 4:0 bereits die Vorentscheidung.

Noch ein Matchpuck für Davos

Auch im Schlussdrittel ging das Schaulaufen der Zürcher nahtlos weiter. Zuerst traf Monnet mit seinem 2. Tor des Abends von der blauen Linie, bevor nur 2 Zeigerumdrehungen später Luca Cunti durch die Schoner des bedauernswerten Genoni das 5:0 erzielte. Davos' Dario Bürgler sorgte schliesslich nur noch dafür, dass Lions-Hüter Lukas Flüeler keinen Shutout feiern konnte.

Nach diesem Zürcher Sieg ist die Serie beim Stand von 3:2 für Davos zwar wieder offen, die Bündner haben am nächsten Donnerstag zuhause jedoch bereits den nächsten Matchpuck.

Ritchie erlöst die Berner

8 Minuten und 6 Sekunden waren in der Verlängerung zwischen Bern und Genf gespielt, als Berns Topskorer Byron Ritchie einen Konter über Joel Vermin zum siegbringenden 2:1 abschloss. Wäre der Treffer auf der anderen Seite gefallen, hätten für die ambitionierten «Mutzen» die Viertelfinals bereits Endstation bedeutet.

So aber konnte der SC Bern seinen Kopf nochmals aus der Schlinge ziehen und kommt in der Serie gegen Genf auf 2:3 heran. Wie der HC Davos kann aber auch Genf nächsten Donnerstag im Heimspiel den Sack zu machen.

Genfs Chancen zum Sieg

Zuvor dauerte es bis zur Spielmitte, ehe der erste Treffer fiel und der Gast aus Genf in Führung ging. Mit ihrem ersten (!) Powerplaytor in der Serie konnten sie durch Frédéric Iglesias - eine Leihgabe vom NLB-Klub Martigny - das Skore auf 1:0 stellen. Doch der Vorsprung der Genfer währte nicht lange. Nur 6 Minuten später bediente Ritchie den völlig freistehenden Phillipe Furrer, der durch die Schoner von Genf-Hüter Tobias Stephan zum Ausgleich traf.

Nachdem Genfs Alexandre Picard 2 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit nur den Pfosten traf, hätte Iglesias die Saison für Bern abrupt beenden können. Doch er scheiterte an Bührer, sodass kurze Zeit später Ritchie die Berner Arena zum beben brachte.

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