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National League Dem Genfer General gehen die Krieger aus

In der Halbfinal-Serie zwischen den ZSC Lions und Genf-Servette spricht vor dem 5. Spiel wenig für die Westschweizer. Das Team von Coach Chris McSorley muss nicht nur die 0:8-Schlappe vom Dienstag verdauen, gleichzeitig wird die Verletztenliste länger und länger.

Chris McSorley steht während der Partie nachdenklich an der Bande.
Legende: Nachdenklich Chris McSorley hat mit Personalproblemen zu kämpfen. Keystone

Genf verlor am Dienstag zuhause nicht nur die 4. Halbfinal-Partie gegen die ZSC Lions, sondern auch zwei wichtige Spieler. Der kanadische Stürmer Alexandre Picard schied bereits nach zehn Sekunden mit einer Gehirnerschütterung aus, die gleiche Verletzung zog sich Sturmkollege Noah Rod zu.

Die Liste der Ausfälle für das Spiel vom Donnerstag ist damit noch länger geworden. Neben Picard und Rod fallen mit Matthew Lombardi, Chris Rivera und Taylor Pyatt drei weitere Stürmer ebenfalls wegen Gehirnerschütterungen aus.

Energien schwinden

Geschieht kein Wunder, wird Coach Chris McSorley am Donnerstag also nur zwei Ausländer einsetzen können. Da das Genfer Kader im Vergleich zu demjenigen der ZSC Lions nicht nur weniger gross ist, sondern auch über weniger Talent verfügt, fallen die Absenzen umso mehr ins Gewicht. Bereits am Dienstag war Genf anzumerken, dass die Energie allmählich schwindet.

2:2 nach 4 Spielen - ich hätte sofort unterschrieben
Autor: Chris McSorley

Neben all den Verletzungen wurde das Genfer Team zuletzt zudem von einer Magen-Darm-Grippe heimgesucht. Auf Anraten der medizinischen Abteilung gibt es in der Garderobe aus diesem Grund zwei Toiletten, eine für gesunde, eine für kranke Akteure. Zumindest in dieser Sache kam mittlerweile eine Entwarnung aus Genf. Laut McSorley sei die Grippe ausgestanden.

McSorley optimistisch und dankbar

Die Vorzeichen sind also alles andere als optimal für die ohnehin als Aussenseiter gehandelten Genfer. Der Optimismus ist auch nach der 0:8-Heimschmach dennoch ungebrochen. «In den Playoffs spielt es keine Rolle, wie hoch man verliert. Das einzige, was zählt, ist, dass man vier Spiele gewinnt. Wenn mir jemand vor der Serie gesagt hätte, dass es nach vier Partien 2:2 steht, dann hätte ich sofort unterschrieben», erklärt McSorley.

Für zusätzliche Motivation sorgten am Dienstag die Fans in der Les-Vernets-Halle. Trotz der Kanterniederlage feierten die Anhänger ihre Lieblinge nach Spielschluss lautstark. McSorley bedankte sich auf der Klub-Homepage für diese Aktion: «Ihr habt den Spielern viel Kraft für die nächste Partie gegeben.»

Legende: Video Genfer Fans feiern ihre Spieler trotz 0:8-Schlappe abspielen. Laufzeit 0:38 Minuten.
Vom 26.03.2015.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 24.03.15, 20:00 Uhr

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Die 5. Partie im Playoff-Halbfinal zwischen dem ZSC und Genf sehen Sie am Donnerstag ab 20:00 Uhr auf SRF zwei oder hier im Stream.