Der SCB findet nicht aus dem Tief

In Spiel 1 nach der Entlassung von Trainer Antti Törmänen hat Schweizer Meister SC Bern bei Fribourg-Gottéron eine 1:2-Niederlage kassiert. Die «Mutzen» finden damit auch unter ihrem Interims-Trainerduo nicht aus der Krise.

«Wir konnten nicht mehr länger zuschauen und mussten handeln», hatte SCB-CEO Marc Lüthi am Freitag nach der Heimpleite des Meisters gegen Biel die Entlassung von Meistertrainer Antti Törmänen begründet.

Auf die Schnelle hat diese Massnahme keinen Erfolg gebracht. Unter dem Interims-Duo Lars Leuenberger und Rupert Meister kassierten die Berner die 5. Pleite in Folge. Beim 1:2 gegen Vizemeister Freiburg war dem SCB vor allem im 1. Drittel die Verunsicherung anzumerken.

Shorthander kassiert

Der Leader aus der Saanestadt dominierte die ersten 20 Minuten fast nach Belieben und führte dank dem Tor von Benjamin Plüss (17.) verdient. Und als in der 22. Minute der Berner Christoph Bertschy im Powerplay die Scheibe an der blauen Linie verlor und Andrej Bykow zum 2:0 verwertete, musste man für den Hauptstadt-Klub Schlimmes befürchten.

Doch Bern fing sich, schaffte durch Scherwey nur 2 Minuten später den Anschlusstreffer und war jetzt die bessere Equipe. Der Ausgleich fiel indes bis zur 2. Sirene ebenso wenig wie später in der Schlussphase der Partie, als der SCB noch einmal alles in die Waagschale warf.

Miserable Auswärtsbilanz

Der SCB konnte in der 12. Auswärtspartie der Saison die 11. Niederlage nicht mehr abwenden und hat auf fremdem Eis nunmehr 7 Mal in Folge verloren. Die «Mutzen» bleiben unverändert 4 Zähler hinter Aufsteiger Lausanne auf dem 9. Platz.

Der neue Trainer müsse einen Weg finden, um das Team aus der Misere zu führen, hatte Lüthi am Freitag ebenfalls gesagt. Das Interims-Duo Leuenberger/Meister hat diesen Weg auf jeden Fall noch nicht gefunden.