Effizienter EV Zug schafft das Break

Dem EV Zug fehlt noch ein Sieg für den Final-Einzug. Die Zentralschweizer setzten sich in Spiel 5 der Playoff-Halbfinal-Serie auswärts beim SC Bern mit 4:0 durch und realisierten das wichtige Break zum 3:2. Dabei zeigte sich der EVZ äusserst effizient.

Video «Spielbericht Bern - Zug» abspielen

Spielbericht Bern - Zug

4:54 min, vom 28.3.2013

Dank dem 1. Auswärtssieg in der Serie hat Zug am kommenden Samstag zuhause die Möglichkeit, zum 1. Mal seit der Meistersaison 1997/98 wieder in den Playoff-Final einzuziehen. Nach zuletzt zwei Overtime-Niederlagen in Bern verdienten sich die Zuger das Break dank grosser Effizienz.

Bern drückt - Zug trifft

Nachdem die beiden Teams im Startdrittel den Fokus vor allem auf eine solide Defensive gelegt hatten und sich kaum Chancen erspielen konnten, starteten die Berner druckvoll ins 2. Drittel. Pascal Berger (23.) und Byron Ritchie (26.) verpassten es jedoch, daraus Kapital zu schlagen.

Extrem kaltblütig präsentierten sich dagegen die Zuger: Mit der 1. wirklichen Chance gelang den Gästen im Powerplay die 1:0-Führung (27.). Björn Christen lenkte einen Schuss von Domenico Pittis unhaltbar für Marco Bührer ins Tor. Pittis stand für Topskorer Linus Omark im EVZ-Kader.

EVZ nutzt Fehler eiskalt

Der Gegentreffer brachte den SCB völlig aus dem Konzept. Den Hauptstädtern unterliefen plötzlich zahlreiche Fehler. Einen davon nutzte Alessandro Chiesa in seinem 400. NLA-Spiel nach einer schönen Kombination über Lino Martschini und Fabian Sutter zum 2:0 (34.) aus. Und nur 3 Minuten später war es der überragende Martschini, der seinen starken Auftritt (1 Tor/2 Assists) mit einer schönen Einzelleistung und dem 3:0 krönte.

Holden zerstört alle Berner Hoffnungen

Im Schlussdrittel versuchte der SCB zwar mit allen Mitteln, zum frühen Anschlusstreffer zu kommen. Gegen die Effizienz der Zuger war jedoch kein Kraut gewachsen. Mitten in der Berner Druckphase sorgte Josh Holden (44.) äusserst abgebrüht für das 4:0-Schlussresultat. Für EVZ-Keeper Jussi Markkanen war es der 2. Shutout in dieser Saison.

Christen: «Noch nichts gewonnen»

«Es war sehr wichtig für uns, dass wir den 1. Treffer erzielen konnten», sagte Torschütze Christen nach der Partie. Von einer Vorentscheidung in der Serie wollte der Zug-Stürmer aber noch nichts wissen: «Der SCB ist in den Viertelfinals nach einem 1:3 noch zurückgekommen, wir haben noch nichts gewonnen.»