Fliegende Fäuste in der 50. Runde

Playoff-Stimmung: Die NLA-Teams sind heiss auf die entscheidende Phase der Saison. Davos überholt dank einem Sieg gegen die Lions Genf-Servette und sichert sich Rang 2.

  • Strafenflut: Restausschlüsse gegen 5 Spieler und einen Trainer
  • Torfestival: 40 Tore fielen in den 6 Partien
  • Topskorer: Zugs Bouchard sammelte in der Qualifikation am meisten Punkte 67 (12/55)

Die Paarungen der Playoff-Viertelfinals (ab 3.3.)

ZSC Lions (1.) - SC Bern (8.)
HC Davos (2.) - Kloten Flyers (7.)
Genf-Servette (3.) - Fribourg-Gottéron (6.)
EV Zug (4.) - HC Lugano (5.)

Ambri-Piotta - Lugano 6:4

Am lautesten wurde es in der Valascia nach 14 Spielminuten: Ambris Jesse Zgraggen und Luganos Maxim Lapierre gerieten sich bei einem NHL-würdigen Faustkampf in die Haare. Auch spielerisch hatte die Partie aber einiges zu bieten. Vor allem der Schlussabschnitt hatte es in sich: Ambri mit 4 und Lugano mit 2 Toren lieferten dem Publikum im 3. Drittel Hockeyspektakel vom Feinsten.

Fribourg-Gottéron - Bern 5:3

Auch in Freiburg wurde geprügelt: Gottérons Tristan Vauclair knüpfte sich beim Stand von 2:2 Berns Pascal Berger vor und ging als klarer Sieger aus dem Boxkampf. Der Fight zeigte Signalwirkung: Kurze Zeit später ging das Heimteam erstmals in Führung. Zwar gelang Bern noch der Ausgleich. Zwei Powerplay-Tore von Freiburg im letzten Drittel liessen zum Schluss aber das Heimteam jubeln.

Genf-Trainer Chris McSorley.

Bildlegende: Unzufrieden Genf-Trainer Chris McSorley. EQ Images

Lausanne - Genf-Servette 5:3

In Lausanne wurde auch mit Worten gekämpft – und in dieser Disziplin ist Genf-Coach Chris McSorley bekanntlich ein Ass. Kurz vor der 1. Pause wurde der hitzige Kanadier auf die Tribüne geschickt. Es gab aber auch Action auf dem Eis: Nach einem Restausschluss gegen Lausannes Ralph Stalder nutzten die Genfer die 5-minütige Überzahl mit 2 Toren innert 27 Sekunden zur 3:2-Führung. Dank 3 Toren im Schlussabschnitt drehten die Lausanner aber die Partie wieder zu ihren Gunsten.

SCL Tigers - Kloten Flyers 1:4

Neues Spiel, gleicher Sieger: Spätestens Chad Kolariks Shorthander zur 2:0-Führung für die Gäste stellte in der Ilfishalle das Kräfteverhältnis klar. Wie bereits am Freitag zeigte sich Langnau zwar bemüht, konnte auf den Rückstand aber nicht mehr reagieren. Die Flyers zeigten sich als Allrounder: Sie trafen sowohl bei 5 gegen 5 Spieler, im Powerplay als auch in Unterzahl.

ZSC Lions - Davos 1:4

Davos ist beim «Rückspiel» im Hallenstadion die Revanche für die ärgerliche Niederlage in letzter Minute am Freitag gelungen. Ein dummer Puckverlust von Lions-Verteidiger David Rundblad beim Stand von 1:1 brachte die Bündner auf die Siegerstrasse. Perttu Lindgren traf zur neuerlichen Führung für die Gäste. Andres Ambühl und Lindgren mit seinem 2. Treffer des Abends sorgten im Schlussabschnitt für den Endstand und Rang 2 für den HCD.

Zug - Biel 3:1

Der EV Zug sorgte bis zur 16. Minute für die Vorentscheidung: Dank einem Blitzstart führten die Innerschweizer gegen Biel bereits mit 3:0. Alle 3 Tore waren eine Ko-Produktion von Reto Suri, Sandro Zangger und Dario Bürgler. NLA-Topskorer Bouchard blieb erstmals diese Saison 2 Spiele in Folge ohne Skorerpunkt. Robbie Earl gelang zwar noch der Ehrentreffer für die Gäste, mehr lag für das NLA-Schlusslicht aber nicht drin.

Sendebezug: Laufende Berichterstattung NLA.

Resultate