Freiburg verliert verrückte Partie gegen Davos

Fribourg-Gottéron hat auch gegen den HC Davos nicht zum Siegen zurückgefunden. Die Saanestädter unterlagen den Bündnern nach einem katastrophalen Startdrittel mit 5:6. Nach der Partie wurde Gerd Zenhäusern als neuer Gottéron-Coach bestätigt.

Gerd Zenhäusern stösst vom EHC Biel zum Tabellenletzten. Dort war er seit vergangenem Jahr Assistent von Kevin Schläpfer. Zuvor hatte er Lausanne, zuerst als Assistenz-, dann als Chefcoach, in die NLA gefüht. Bei den Freiburgern erhält der Oberwalliser einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2015/16.

Davos mit einem Blitzstart

Dass Zenhäusern in Freiburg viel Arbeit vor sich hat, zeigte sich in der Startphase gegen Davos. Ein gellendes Pfeifkonzert begleitete die Spieler nach den ersten 20 Minuten in die Garderobe. Dies nach einem 1. Drittel, in dem Gottéron bisweilen Zerfallserscheinungen gezeigt und bereits nach 12 Minuten mit 0:4 in Rückstand gelegen hatte.

Dario Simion, Andres Ambühl und Pertto Lindgren erzielten innert 49 Sekunden drei Treffer für die Gäste, Freiburg schien in eine weitere Kanterniederlage zu laufen.

Freiburg zeigt Charakter

Dem Spott der eigenen Fans ausgesetzt und ganz offensichtlich im Stolz verletzt, fing sich Fribourg-Gottéron aber auf. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, die so nach dem 1. Drittel nicht erwartet werden konnte.

Nach einem weiteren Gegentreffer durch Claude-Curdin Paschoud zum 1:6 waren es Marc-Antoine Pouliot (26.) und Joel Kwiatkowski (28.), welche die Hoffnung ins Freiburger Lager zurückbrachten.

Schluss-Offensive Gottérons

Den Schwung aus dem 2. Drittel konnten die Gastgeber in den Schlussabschnitt mitnehmen. Petteri Wirtanen lancierte mit dem 4:6 in der 44. Minute eine packende Schlussphase.

Zweieinhalb Minuten vor Schluss traf Topskorer Julien Sprunger wuchtig zum 5:6. Der Ausgleich gegen am Ende komplett verunsicherte Davoser wollte den aufopfernd kämpfenden Gastgebern aber nicht mehr gelingen.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 18.10.2014 22:00 Uhr