Fribourg erreicht den Playoff-Final

Fribourg-Gottéron ist im 5. Halbfinal-Duell gegen die ZSC Lions zu einem spektakulären 5:4-Sieg gekommen und hat die Serie mit 4:1 Siegen für sich entschieden. Die Saanestädter stehen damit erstmals seit 19 Jahren wieder im Playoff-Final.

Das Heimpublikum in der ausverkauften Patinoire Saint-Léonard bekam auch im 3. Heimspiel der Halbfinal-Serie zwischen Fribourg-Gottéron und den ZSC Lions Playoff-Hockey vom Feinsten geboten.

Drei Minuten waren noch zu spielen, Fribourg führte gegen die aufopfernd kämpfenden Gäste aus Zürich mit 5:4, als Roman Wick alleine auf Fribourg-Goalie Benjamin Conz losziehen konnen. Doch dieser liess den Puck spektakulär in seiner Fanghand verschwinden und sicherte Fribourg so den ersten Finaleinzug seit 19 Jahren.

Fribourg legt wiederholt vor

Die Basis zum Sieg hatten die Saanestädter in der ersten Spielhälfte gelegt. Bereits in Minute 5 traf Adam Hasani mit einem wohl noch leicht abgelenkten Handgelenkschuss genau in den Winkel. Die Antwort der Zürcher folgte prompt: Keine 3 Zeigerumdrehungen später verarbeitete Reto Schäppi eine wunderbare Backhand-Vorarbeit von Thibaut Monnet zum Ausgleich.

Kurz vor der 1. Sirene legte das Heimteam, das im Startdrittel während 8 Minuten in Überzahl agieren konnte, erneut vor. Cédric Botter stocherte den Puck zum 2:1 ins Tor. Die Proteste der aufgebrachten Zürcher, die ein Foul an Ryan Shannon monierten, resultierten lediglich in einer 10-Minuten-Strafe gegen Captain Mathias Seger.

Bykow ist zurück

Zu Beginn des Mittelabschnitts hatte Andrej Bykow seinen Auftritt. Der Fribourg-Topskorer, dessen Spielwitz und Übersicht dem Team von Hans Kossmann zuletzt merklich gefehlt hatten, kehrte trotz Handgelenks-Verletzung aufs Eis zurück. In der 22. bediente er Benjamin Plüss mustergültig, sodass dieser nur noch zum 3:1 einzuschieben brauchte.

Als Michael Ngoy bei Spielhälfte mit seinem 1. Playoff-Treffer auf 4:1 erhöhte, schien die Partie bereits entschieden. Doch weit gefehlt: Mark Bastl (32.) und Severin Blindenbacher (43.) brachten die Lions ungehend wieder heran. Und auch nach dem 5:3 durch Simon Gamache (46.) konnte Kenins (55.) die Spannung für die Schlussphase zurückbringen.

Die historische Chance

Doch weil Wick bei seiner Grosschance an Conz scheiterte, blieb den Lions einmal mehr in dieser Serie die harte Erkenntnis, in einer spektakulären Partie zwar bis am Ende mitgehalten zu haben, aber eben doch als Verlierer vom Eis gehen zu müssen. Einmal mehr missglückte einem Meister die Mission Titelverteidigung. Letztmals waren es die Lions selbst, die 2000 und 2001 zweimal nacheinander die Meisterschaft gewannen.

Fribourg seinerseits bietet sich die Chance, zum 1. Mal überhaupt Schweizer Meister zu werden. Julien Sprunger dazu: «Jetzt können wir Geschichte schreiben!»