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National League Fribourg - trotz «Heim-Fluch» zum 1. Titel

Mit Qualifikationssieger Fribourg und dem SC Bern stehen sich ab Donnerstag die beiden besten Teams der Regular Season im Playoff-Final gegenüber. Die Heimspiele könnten heuer eine noch entscheidendere Rolle spielen als sonst.

Es wäre für Fribourg der perfekte Abschluss einer denkwürdigen Saison, wenn die Saanestädter als beste Mannschaft der Quali am Ende den Meistertitel feiern könnten. Es wäre der erste der Klubgeschichte, zudem käme er pünktlich zum 75-Jahr-Jubiläum.

Hypothek namens «Heimspiele»

Doch Fribourg schleppt eine besondere Hypothek aus der Vergangenheit mit sich. Dreimal standen die Üechtländer in einem Playoff-Final. Besonders auffällig: Die Finalserien verlor Fribourg jeweils als Qualisieger und von den 7 Heimspielen gewann Gottéron nur eines. Auch beim Out im Playoff-Halbfinal im vergangenen Jahr gegen den SC Bern, kämpften die Drachen mit dem «Heim-Fluch», verloren sie doch sämtliche 3 Heimspiele.

Die Vergangenheit ausblenden

Diese Negativ-Statistik ist Fribourg-Coach Hans Kossman wohlbekannt, wird aber logischerweise verdrängt. «Die Vergangenheit spielt keine Rolle. Wir dürfen nicht das Gefühl haben, wir müssten alles in den letzten 75 Jahren Verpasste nachholen», sagt der 51-Jährige vor dem Final-Auftakt.

Fribourg ist auch heuer wieder Qualisieger, scheint den Heimfluch aber überwunden zu haben. In den diesjährigen Playoffs gingen nur 1 von 7 Heimspielen an den Gegner.

Abplanalp wieder fit

Hinzu kommen positive Nachrichten aus der medizinischen Abteilung: Marc Abplanalp ist nach seiner Hirnerschütterung wieder fit. «Er sollte am Donnerstag starten können», sagte Kossmann gegenüber Radio SRF.

Kein «Doppel-Herz» bei Bertschy

Eine spezielle Serie wird es auch für Christoph Bertschy. Der SCB-Stürmer, der am kommenden Freitag seinen 19. Geburtstag feiert, ist im fribourgischen Düdingen aufgewachsen und spielte als Junior für die Drachen. Ab Donnerstag schlägt sein Herz aber ausschliesslich im Berner Takt. Und der Youngster kennt bereits den Ausgang der Serie: «Wir werden Meister!»

SCB hofft auf Bednar

Die Berner hoffen auf ihrem Weg zur 13. Meisterschaft ebenfalls auf eine Erfolgsmeldung aus dem Lazarett. Jaroslav Bednar, der seit dem Transfer aus Lugano in der Bundesstadt mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht hatte, würde der SCB-Offensive gut tun. Der 36-jährige Tscheche fehlte aber seit Spiel 6 des Viertelfinals gegen Servette verletzungsbedingt.