Gardner schiesst den SC Bern zum Sieg

Der SC Bern hat im 1. Spiel der neuen Saison einen knappen Heimsieg gefeiert. In einer spektakulären Partie gewann der amtierende Meister gegen den EV Zug mit 5:4 n.V. Das Siegtor fiel 5 Sekunden vor Schluss.

«Als Mannschaft funktionieren wir noch nicht so gut zusammen», hatte Martin Plüss' Fazit nach der Vorbereitung gelautet. Der SCB-Captain muss vor allem das Zusammenspiel in der Defensive gemeint haben, denn die Berner konnten nicht kaschieren, dass in der Abwehr noch eklatante Abstimmungsschwierigkeiten herrschen.

Einziges Powerplay genutzt

Immerhin zog der SCB sein Spiel über fast 65 Minuten durch und powerte unbeirrt nach vorne. Erst recht, als die Zuger nach 63 Minuten die erste Zweiminuten-Strafe kassierten. Der Berner Offensivdrang wurde schliesslich 4,9 Sekunden vor Ablauf der Verlängerung mit Ryan Gardners Siegtreffer belohnt.

«Wir haben nicht das gespielt, was wir uns vorgenommen hatten. Die Automatismen stimmen noch nicht und das Timing ist oft falsch», resümierte Plüss im Anschluss. «Wir haben zu viele Konter zugelassen und es hätte durchaus auch anders rauskommen können.»

Offensives Spektakel

40 Minuten zeigten beide Teams ein offensives Spektakel, ohne sich dabei gross um die Defensive zu kümmern. Punkto Chancen konnte das Heimteam ein Plus verzeichnen, punkto Effizienz hatte der EVZ die Nase vorne. Mit einem bestens aufgelegten Fabian Sutter nutzten die Zentralschweizer ihre Chancen und gingen dreimal in Führung.

Sutter an allen EVZ-Toren beteiligt

Sutter bereitete zunächst die 1:0-Führung durch Corsin Casutt nach nur 87 Sekunden vor und brachte die Zuger danach zweimal selbst in Front (8. und 22. Minute). Bern konnte konnte jedoch auf den dreimaligen Rückstand reagieren und kam durch Geoff Kinrade (5.), Tristan Scherwey (17.) und Travis Roche (31.) jeweils zum Ausgleich.

Nach der erstmaligen SCB-Führung durch Ivo Rüthemann unmittelbar nach nach dem 3:3 rettete Sutter mit seinem 3. Treffer den EV Zug noch vor Ablauf des 2. Drittels in die Verlängerung.