Hinten hui, vorne pfui

Lausanne ist im siebten Spiel der Playoff-Viertelfinals ausgeschieden – wie im letzten Jahr fehlte den Waadtländern nur ein Treffer. Um in die Halbfinals vorzustossen, muss sich das Team von Trainer Heinz Ehlers offensiv steigern, defensiv ist es bereits Halbfinal-tauglich.

Torhüter hält Puck

Bildlegende: Cristobal Huet Die Lausanner Lebensversicherung zwischen den Pfosten. Keystone

Vor zwei Jahren ist der Lausanne HC aufgestiegen. Seither haben Trainer Heinz Ehlers und Sportchef Jan Alston in der Westschweiz beachtliche Arbeit geleistet. Zweimal qualifizierten sich die Lausanner für die Playoffs. Zweimal scheiterten die Romands im Viertelfinal nur ganz knapp, zweimal verloren sie die Serie erst im siebten Spiel, zweimal mit nur einem Tor Differenz, am Samstag erst in der Verlängerung.

Cristobal Huet ragt heraus

«Die Niederlage gegen den SCB ist noch frustrierender als das Out vor einem Jahr gegen die ZSC Lions», sagte Torhüter Cristobal Huet nach der entscheidenden Partie in Bern. «Wir hatten das Momentum dank des späten Ausgleichs auf unserer Seite.» 50 Sekunden vor Ende des dritten Drittels hatte Harri Pesonen für die Lausanner das 1:1 erzielt. In der Verlängerung musste dennoch der französische Torhüter das entscheidende Gegentor hinnehmen. Jesse Joensuu hatte ihn im Nachschuss bezwungen.

Huet ragt aus dem defensiv kompakten Lausanner Team heraus. Bereits in der Qualifikation hexte er sich zu einer starken Fangquote von 93,2 Prozent. In den Playoffs vermochte er sich sogar noch zu steigern: 94,1 Prozent aller Schüsse wehrte der Stanley-Cup-Sieger (2010 mit Chicago) ab. Im September wird Huet 40 Jahre alt, genug hat er aber noch nicht: «Wir haben viele Spieler mit grossartigem Charakter im Team. Hier macht es Spass zu spielen.»

Nur 8 Treffer in 7 Playoff-Spielen

Mit perfektem Defensivsystem und einem herausragenden Torhüter das Spiel des favorisierten Teams blockieren, das kann der LHC. Allerdings fehlte Lausanne auch in diesem Jahr die offensive Kraft, um in die Halbfinals vorzustossen. Bereits in der Qualifikation haben sie mit Abstand die wenigsten Treffer erzielt und im Gegensatz zu ihrem Torhüter konnten sich die Feldspieler in den Playoffs nicht steigern: In sieben Partien haben die Romands aus dem Spiel heraus nur siebenmal getroffen.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 14.3.2015, 22:35 Uhr

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Lausanne scheitert am SC Bern

5:59 min, aus sportaktuell vom 14.3.2015