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National League Jubel in Davos und Genf, Protest in Zug

Der HC Davos und Genf-Servette feiern zum Playoff-Auftakt Heimsiege, Zug verliert gegen Lugano nach einem umstrittenen Penaltyschiessen. In der Platzierungsrunde kommt nochmals Spannung auf.

  • Setoguchi und Lindgren lassen sich in Davos als Doppeltorschützen feiern
  • Spielfeldprotest nach Pettersson-Penalty in Zug
  • Siege von Biel und Langnau bringen Spannung in die Platzierungsrunde

Davos - Kloten Flyers 4:1 (Serie: 1:0)

Davoser Müdigkeit nach Quali, Spengler Cup und Champions Hockey League? Fehlanzeige. Die Bündner spielten auch zum Playoff-Auftakt ihr gewohntes Powerhockey. Die Gäste aus Kloten waren sichtlich überfordert, nach einer knappen halben Stunde stand es bereits 0:3. Besonders bitter für Flyers-Goalie Luca Boltshauser: Bei allen 3 Toren liess sich der 22-Jährige zwischen den Schonern erwischen.

Kloten gelang zwar noch der Ehrentreffer. Perttu Lindgren stellte die Dreitore-Führung aber wieder her und liess sich genauso als Doppeltorschütze feiern wie Devin Setoguchi. Getrübt wurde die Davoser Freude vom Ausfall Alexandre Picards. Dieser konnte nach einem üblen Check von Franco Collenberg in der 52. Minute nicht mehr weiterspielen.

Zug - Lugano 1:2 n.P. (Serie: 0:1)

Linus Klasen hatte in der Verlängerung den Matchpuck auf der Schaufel. Doch der Lugano-Topskorer verfehlte mit einer Direktabnahme das offene Tor. Im Penaltyschiessen liess sich Klasen dann doch noch feiern: Mit seinem 2. erfolgreichen Versuch entschied der Schwede die Partie. In der regulären Spielzeit hatten die Fans der beiden Offensiv-Teams eine geschlagene halbe Stunde auf ein Tor warten müssen. Erst Ex-Zuger Alessio Bertaggia eröffnete das Skore (30.), Josh Holden glich zu Beginn des Schlussabschnitts im Powerplay aus. Noch zu reden geben wird ein Spielfeldprotest des EVZ wegen eines Penaltys von Fredrik Pettersson (siehe Box).

Legende: Video Pettersson-Penalty führt zu Zuger Spielfeldprotest abspielen. Laufzeit 0:16 Minuten.
Vom 03.03.2016.

IIHF-Regel 177: Penaltyschuss (Auszug)

V. Der Feldspieler muss […] kontinuierlich in Richtung der
gegnerischen Torlinie laufen und versuchen, ein Tor zu erzielen.
IX. Der Feldspieler kann die gesamte Breite der
Eisfläche nutzen, solange er den Puck in einer kontinuierlichen
Vorwärtsbewegung zum Tor bewegt.

Genève-Servette - Fribourg-Gottéron 3:1 (Serie: 1:0)

Ein Shorthander brach den Freiburgern das Genick: Nach dem Genfer Führungstreffer im Powerplay (10.) hatten die Gäste im 2. Drittel in Überzahl die Chance zum Ausgleich. Doch es sollte anders kommen: Timothy Kast lancierte einen Konter und schob zum 2:0 ein. Am Ende nahm Gerd Zenhäusern fast 4 Minuten vor der Schlusssirene Benjamin Conz aus dem Kasten. Doch auch die letzte aller Massnahmen brachte nichts: Matthew Lombardi traf zum 3:0. Julien Sprungers Ehrentreffer 34 Sekunden vor der Schlusssirene war reine Resultatkosmetik.

Platzierungsrunde am 3.3.

1.Lausanne51176424127:14967
2.Ambri-Piotta51182823146:17066
3.SCL Tigers51156327141:17760
4.Biel51126528132:17753

Lausanne - SCL Tigers 4:6

Langnau startete denkbar schlecht in die Platzierungsrunde: Nach knapp 3 Minuten lagen die Tiger gegen Lausanne bereits im Hintertreffen. Doch das Team von Benoît Laporte konnte reagieren – und wie: Mit 4 Toren innert 12 Minuten drehten die Gäste die Partie noch vor der 1. Pause. Erst die Schlussphase wurde wieder ähnlich furios, wie der Beginn der Partie. Lausanne schaffte im Schlussabschnitt zwar noch den Anschlusstreffer zum 4:5. Adrian Gerbers 6:4 (59.) stellte Langnaus Auswärtssieg aber endgültig sicher.

Biel - Ambri-Piotta 4:2

Der EHC Biel stand bereits beim ersten Spiel der Platzierungsrunde mit dem Rücken zur Wand: Eine Niederlage hätte die definitive Teilnahme am Playout-Final bedeutet. Doch die Mannschaft von Kevin Schläpfer liess sich vom Druck nicht beirren, schoss bis zur 2. Pause alle 4 Tore und feierte schliesslich einen souveränen Heimsieg. Im Schlussabschnitt fielen zwar keine Tore mehr, stattdessen wurden nicht weniger als 26 Strafminuten ausgesprochen. Playoff-Stimmung auch in der Platzierungsrunde.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 3.3.2016, 20:00 Uhr

Spielfeldprotest EVZ

Der EV Zug hat während der Penalty-Entscheidung gegen Lugano einen Spielfeldprotest eingelegt. Die Zuger wehrten sich gegen den Penalty von Luganos Fredrik Pettersson, der bei seinem Versuch eine unerlaubte Rückwärtsbewegung gemacht haben soll.

13 Kommentare

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  • Kommentar von Felice Limacher, Zürisee
    Mit dem Puck macht er zweimal eine Rückwärtsbewegung. Er selber klar einmal eine kurze, kleine. Klar irregulär.
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  • Kommentar von M. Samuelsson, Baar
    @Wenk: Ihre Aussage ist nicht korrekt. Seit 2014 wurden Spio-o-rama moves im Shootout explizit verboten. Der IIHF hat dies gemacht und die NHL hat nachgezogen. Seither habe ich auch nie mehr einen solchen Penalty gesehen. (leider) http://sports.yahoo.com/blogs/nhl-puck-daddy/nhl-bans-spin-o-rama--goes-after-diving-in-new-rules-203056486.html
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  • Kommentar von Hans Peter, Obfelden
    Ich sehe keine böse Absicht im Foul von Collenberg. Ein Knie gegen Knie Tackle riskiert kein Spieler freiwillig, denn er könnte sich ja selber verletzen. Es ist eine Strafe, nicht mehr. Gute Besserung an Piccard. Zum regelwidrigen Penalty von Pettersson gibt es ja wohl nichts zu sagen. Er verstösst gegen beide obengenannten Regeln und der Schiri muss das abpfeifen!
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    1. Antwort von Nick A., Kreuzlingen
      Auch ich sehe keine böse Absicht dabei. Collenberg will zum Check ansetzen, Piccard dreht mit dem Oberkörper ab. Leider bleibt Collenbergs Bein halt stehen. Und dass ein 2. Klotener noch reinhaut sehe ich auch nicht, so wie vom Kommentator kommentiert. Gute Besserung Piccard.
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