Keine Vorentscheidung im Strichkampf

Der SC Bern hat das Berner Derby beim EHC Biel mit 1:2 verloren. Da Rivale Lausanne im Fernduell um die Playoff-Qualifikation beim EV Zug mit 0:1 unterlag, blieb die Niederlage für den Meister ohne gravierende Konsequenzen.

Noch im November hatte Biel den Titelverteidiger aus Bern beim 4:1-Auswärtssieg ins Jammertal geschickt und die Ära von Meistertrainer Antti Törmänen beendet. 3 Runden vor Schluss reiste der SCB mit neuem Trainer und aufgefrischtem Personal ins Seeland, um der sportlichen Talfahrt endgültig ein Ende zu bereiten und Kurs auf die Playoffs zu nehmen.

Mit bescheidenem Erfolg: Gaëtan Haas entschied die äusserst umkämpfte Partie in der 56. Minute mit dem 2:1. Es war der krönende Abschluss eines Schlussdrittels, in dem ein angriffiger EHC Biel die stolzen Berner in Angst vor der Platzierungsrunde erstarren liess. Im Mitteldrittel hatte Rostislav Olesz die Hauptstädter nach langer Druckphase in Front gebracht (38. Minute), Ryan MacMurchy (46.) egalisierte die Berner Führung in doppelter Überzahl.

Während sich der EHC Biel der Unterstützung seiner Fans nach dem Prestige-Erfolg gegen den Kantonsrivalen sicher sein kann, warten auf den Meister - wieder einmal - schwere Tage. Zumal es das Restprogramm mit den Spielen gegen Erzrivale Freiburg und den Qualifikationssieger aus Zürich in sich hat.

Lausanne kann keinen Druck auf Bern aufsetzen

Bei seinem Gastspiel in Zug wollte Aufsteiger Lausanne wieder aktiv ins Rennen um die Playoff-Plätze eingreifen. Noch am Dienstag hatte er tatenlos zusehen müssen, wie sich der SCB beim 6:0 gegen Rapperswil über den Strich hievte.

Im Gegensatz zum animierten Berner Derby bot sich den Zuschauern in der Zentralschweiz aber lange Zeit ein Strichkampf, der seinen Namen vorab ob der sportlichen Magerkost auf dem Eis verdiente.

Matchwinner Earl

Es sollte bis zur 49. Minute dauern, ehe Zugs Robbie Earl mit dem einzigen Treffer des Abends für die Entscheidung sorgte. Es war die Konsequenz aus einem Schlussdrittel, in dem beide Teams ihr Visier öffneten und deutlich mehr Zug auf das gegnerische Gehäuse entwickelten.

Lausanne rannte in der Folge zwar vehement gegen die drohende Niederlage an, der befreiende Ausgleichstreffer sollte indes nicht mehr gelingen. Damit rücken die Waadtländer nicht etwa wie erhofft an den Rivalen aus Bern heran, sondern müssen Verfolger Zug bis auf 4 Punkte aufschliessen lassen. Zug hält mit dem Sieg seine theoretischen Chancen auf die Playoffs am Leben.