Kopfstarke Berner Finalisten

Der SC Bern hat sich im Playoff-Halbfinal gegen den EV Zug alles andere als sattelfest präsentiert. Dennoch greifen die «Mutzen» gegen Fribourg-Gottéron nach dem 13. Titel der Vereinsgeschichte.

Byron Ritchie stand mit dem SCB mehrfach vor dem Out, bestreitet ab Donnerstag aber den Playoff-Final.

Bildlegende: Alles Kopfsache Byron Ritchie stand mit dem SCB mehrfach vor dem Out, bestreitet ab Donnerstag aber den Playoff-Final. EQ Images

Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive gewinnt Meisterschaften. So lautet eine Sportarten-übergreifende Floskel. Nimmt man sie für bare Münze, so muss einem die Final-Qualifikation des SC Bern erstaunen. Denn in der Halbfinal-Serie gegen den EV Zug präsentierte sich die Abwehr der «Mutzen» mehrfach alles andere als sattelfest.

Abwehr, Routiniers, Comebacks

Im Schnitt kassierte der SCB in den 7 Partien gegen die Zentralschweizer 3,7 Gegentore - alleine in den 3 Auswärtsspielen waren es total 16. Das sind Werte, mit denen man in der Regel keine Meisterschaft, ja nicht einmal eine Serie gewinnt. Und trotzdem steht die Mannschaft von Antti Törmänen zum 2. Mal in Folge im Playoff-Final. Gründe gibt es auch hierfür:

Die Berner Defensive liess beim 4:1 am Ostermontag erstmals im Halbfinal weniger als 2 Gegentore zu. Die Routiniers um Topskorer Byron Ritchie und Martin Plüss tragen das Team schon während den ganzen Playoffs. Und der SCB machte nach dem 1:3-Rückstand im Viertelfinal gegen Genf auch im Halbfinal ein 2:3-Defizit wett.

Grösstes SCB-Plus: die Psyche

Der letzte Punkt steht für das wohl grösste SCB-Plus: Wer in der K.o.-Phase insgesamt 5 Matchpucks der Gegner abwehrt, ist psychisch auf der Höhe. Dies dürfte ab Donnerstag in der Finalserie gegen Fribourg-Gottéron der bedeutendste Vorteil sein. Die SCB-Spieler wissen, wie sie sich aus brenzligen Situationen befreien können. Zudem waren beim 12-fachen Schweizer Meister 13 Akteure bereits beim Triumph 2010 im Kader.

Fribourg fast ohne Probleme

Eine brenzlige Situation musste Quali-Sieger Fribourg 2012/13 erst eine überstehen, tat dies im 7. Viertelfinal-Spiel gegen Biel aber souverän. Es wird aber interessant zu verfolgen sein, wie sich die Saanestädter behaupten, sollten sie erstmals in einer Serie in Rückstand geraten. Die bisherige Saison verlief für sie, die noch immer auf den 1. nationalen Titel warten, bis jetzt fast zu reibungslos.

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Eishockey: Bern - Zug

4:04 min, aus sportaktuell vom 1.4.2013

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Das Schweizer Fernsehen überträgt sämtliche Partien des Playoff-Finals live. Das 1. Duell zwischen Fribourg und dem SC Bern gibt es am Donnerstag ab 20.00 Uhr auf SRF zwei und im Livestream zu sehen.