Langnau übertölpelt Gottéron

Grosse Überraschung in der 11. NLA-Runde: Die SCL Tigers feierten gegen Leader Fribourg-Gottéron einen 5:2-Heimsieg. Die Aufsteiger gaben dank des Sieges die rote Laterne an Ambri ab, das gegen Kloten verlor. Mit Langnau, Lausanne und Biel punkteten 3 weitere Underdogs.

  • Aufstand der «Kleinen»: Langnau, Lausanne und Biel feiern Siege
  • Höhenflug der Flyers: 12 Punkte aus den letzten 5 Spielen
  • Glück der Lions: 2 schmeichelhafte Punkte in der Resega

SCL Tigers - Fribourg-Gottéron 5:2

Jubel im Emmental: Ausgerechnet gegen Leader Freiburg holten sich die Langnauer den 3. Sieg in Serie. Die 3 Punkte waren alles andere als gestohlen: Die Tigers spielten mutig und konsequent und machten gegen den Tabellenführer lange Zeit das Spiel. Erst im 3. Drittel erwachten die Freiburger: Mit einem Doppelschlag innert 72 Sekunden kam nochmals Spannung in der Ilfis-Halle auf. Zu mehr reichte es denn Saanestädtern aber nicht.

Zug - Biel 3:4 n.P.

Eines kann man den Bielern nicht vorwerfen: Mangelnde Moral. 3 Mal lagen die Seeländer in Rückstand, 3 Mal glichen sie wieder aus. Das 3:3 erzielte Tim Stapleton in extremis: Kevin Schläpfer hatte Goalie Lukas Meili bereits durch einen 6. Feldspieler ersetzt, als der Amerikaner 12 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit zum Ausgleich einnetzte. Die Aufholjagd fand im Penaltyschiessen den endgültigen Höhepunkt: Zugs Josh Holden vergab den letzten entscheidenden Versuch und liess die Bieler jubeln.

Ambri-Piotta - Kloten Flyers 1:4

Die Gäste aus der «Flughafen-Stadt» konnten die spielerische Überlegenheit im 1. Drittel schnell in eine komfortable 2:0-Führung ummünzen. Einen kurzen Lichtblick für die Fans von Ambri-Piotta gab es erst zu Beginn des Schlussdrittels, als Mark Bastl unverhofft den Anschlusstreffer markierte. Die Hoffnung auf einen Punktgewinn währte aber nur 4 Minuten lang. Dann erhöhten Matthias Bieber und Steve Kellenberger auf das 4:1-Schlussresultat.

Davos - Lausanne 2:4

Lausanne hat seinen Aufwärtstrend auch in Davos fortgesetzt. Nach dem 1. Drittel war der Meister noch auf Kurs und führte mit 2:0. Auf den Anschlusstreffer zur Spielhälfte folgten dann zwei herrliche Powerplay-Tore durch die Lausanne-Finnen Pesonen und Hytönen. Die knappe 3:2-Führung verteidigte der Underdog aus der Westschweiz dann geschickt. In der letzten Minute war es wiederum Pesonen, der Genoni umkurvte und nur noch zum 4:2-Endstand einzuschieben brauchte. Lausanne feierte damit den 3. Sieg innert Wochenfrist.

Lugano - ZSC Lions 2:3 n.V.

Der Sieg in Lugano kam für die Lions ziemlich glücklich zustande: Die Zürcher machten über weite Strecken weniger fürs Spiel und wurden von engagierten Luganesi dominiert. Kurz vor der vermeintlichen Schlusssirene hatte der ZSC zudem Glück, dass ein Gegentreffer wegen Handspiels aberkannt wurde. In der Verlängerung war es schliesslich Ryan Keller, der die 2 Punkte für die Lions aus der Resega entführte.

Genf-Servette - Bern 5:4

Vor heimischer Kulisse trat das Team von Chris Mc Sorley als Einheit und mit dem nötigen Kampfgeist auf. Zwar gerieten die «Grenats» früh in Rückstand, verwandelten den 0:1-Rückstand aber in eine vorentscheidende 4:1-Führung. Ganz so komfortabel war die Führung aber nicht: Den Zuschauern in der Les Vernets Halle wurde dank einer Berner Aufholjagd eine nervenaufreibende Schlussphase geboten. Letztlich rettete Servette den Sieg aber doch noch über die Zeit und kletterte dank den 3 Punkten über den Strich.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 10.10.2015, 22:20 Uhr

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