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National League Lugano: Weder spektakulär noch erfolgreich

Nach 12 NLA-Runden liegt der HC Lugano auf dem enttäuschenden 11. Platz. Nur die SCL Tigers sind noch hinter dem Team von Patrick Fischer klassiert. Bei den Südtessinern klafft derzeit eine riesige Lücke zwischen Anspruch und Realität.

In Lugano liegen die Blütezeiten mittlerweile lange zurück. Vor 9 Jahren überstanden die Tessiner auf dem Weg zum 7. Titel letztmals die Playoff-Viertelfinals. Auch in der letzten Saison verpasste der finanzkräftige HCL nach einer starken Qualifikation (3.) die Halbfinals.

Startruppe genügt den Ansprüchen nicht

Auf die Rückschläge reagierte die Klubleitung jeweils mit namhaften Transfers. So auch in diesem Jahr. Mit Tony Martensson, Gregory Hofmann und Philippe Furrer zogen hochkarätige Verstärkungen in die Resega ein, die Leistungsträger der Vorsaison konnten grösstenteils gehalten werden.

Zahlreiche Experten zählten das topbesetzte Lugano folglich zu den Titel-Favoriten. Umso überraschender ist der katastrophale Saisonstart mit nur 4 Siegen aus 12 Spielen. Die Ernüchterung bei Klub und Fans, die von ihren Stars stets Spektakel und Titel erwarten, ist riesig. Gründe für den fehlenden Erfolg sind leicht auszumachen:

  • Schwache Torausbeute: Nur gerade 31 Tore hat Lugano bisher erzielt und damit sogar eines weniger als die bescheidenen SCL Tigers. Das Fischer-Team entwickelt zu wenig Zug aufs Tor. 345 Schüsse auf das gegnerische Gehäuse sind der drittschlechteste Wert der Liga.
  • Stars mit Ladehemmungen: Der HCL verfügt mit Frederik Pettersson, Linus Klasen und Damien Brunner gleich über 3 potenzielle Liga-Topskorer. Während Brunner offensiv mit 12 Skorerpunkten einen zufriedenstellenden Wert erreicht, sind Pettersson (10) und Klasen (8) bisher klar hinter den Erwartungen geblieben.
  • Ineffizientes Powerplay: Nur gerade 17 Prozent der Überzahlsituationen nutzten die Luganesi für ein Tor. Damit belegen sie in der Liga Platz 9.

Aufwärtstendenz gegen die Lions

Einen Hoffnungsschimmer gibt es aber: In den beiden Spielen gegen die ZSC Lions setzte es zwar 2 Niederlagen ab. Gegen einen starken Gegner bewegten sich die «Bianconeri» aber mindestens auf Augenhöhe. Individuelle Fehler brachten sie schliesslich um die Punkte. Nichtsdestotrotz wird die Luft für Fischer und seine Spieler immer dünner. Und Siege allein reichen in Lugano nicht; die Fans wollen Erfolg und Spektakel.

Legende: Video «12. Runde: ZSC Lions - Lugano» abspielen. Laufzeit 6:55 Minuten.
Aus sportaktuell vom 13.10.2015.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 13.10.2015, 22:20 Uhr

2 Kommentare

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  • Kommentar von P. Stalder, Luzern
    Im Bericht wird Brunners Leistung als zufriedenstellend erwähnt. Wenn man Brunners ehem. excellente Leistung und Fähigkeiten kennt, weiss man, dass die bisherige Leistung bei Lugano "unterirdisch" ist: Bei soviel Eiszeit ist es nicht verwunderlich, dass Brunner von allen Luganesi am meisten aufs Tor schiesst (51 mal) aber bloss 5 mal getroffen hat. Der Plus/Minus Anteil mit 3 Plus entspricht ebenfalls nicht der möglichen Leistung von Brunner. Evt.könnte ein guter Mentaltrainer Brunner helfen?
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  • Kommentar von P. Stalder, Luzern
    Im Bericht wird Brunners Leistung als zufriedenstellend erwähnt. Wenn man Brunners ehem. excellente Leistung und Fähigkeiten kennt, weiss man, dass die bisherige Leistung bei Lugano "unterirdisch" ist: Bei soviel Eiszeit ist es nicht verwunderlich, dass Brunner von allen Luganesi am meisten aufs Tor schiesst (51 mal) aber bloss 5 mal getroffen hat. Der Plus/Minus Anteil mit 3 Plus entspricht ebenfalls nicht der möglichen Leistung von Brunner. Evt.könnte ein guter Mentaltrainer Brunner helfen?
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