Martschini stürmt gern gegen Genfs Riesen an

Seit 2013 hat der EVZ keine Playoff-Serie mehr gewonnen. Gegen Genf soll sich das ändern. Auf das physische Spiel der Westschweizer freut sich Wirbelwind Lino Martschini.

EVZ-Topskorer Lino Martschini.

Bildlegende: Hat kein Problem mit Genfs körperbetontem Stil EVZ-Topskorer Lino Martschini. EQ Images

Seit der Saison 2012/13 und dem knapp verpassten Finaleinzug gegen den späteren Meister Bern wartet Zug auf einen Sieg in einer Playoff-Begegnung. Danach folgten der unrühmliche Gang in die Abstiegsrunde sowie zwei mehr oder minder deutliche Viertelfinal-Outs gegen Davos und zuletzt Lugano.

Wuchtiges Powerhockey des Gegners

Hinter vorgehaltener Hand wird deshalb gemunkelt, dass die Playoffs 2017 über die Zukunft von Trainer Harold Kreis entscheiden. Mit Servette, zuletzt dreimal in Folge im Halbfinal, erwartet den EVZ ein harter Brocken. Zwar konnten die Zuger alle vier Saisonduelle gewinnen, doch Genfs Powerhockey entwickelt vor allem in den Playoffs seine volle Kraft.

«  Vielleicht hat man das Gefühl, dass wir Kleinen den physischen Stil nicht so gern haben, aber ich finde das gut. »

Lino Martschini

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Martschini: «Mir passt Genfs physischer Spielstil»

2:39 min, vom 1.3.2017

Behagt der wuchtige Stil des Teams von Chris McSorley dem 1,67 Meter kleinen EVZ-Topskorer Lino Martschini? Der Wirbelwind bejaht: «Ich bin es mir gewohnt, physisch attackiert zu werden.» Er fände den Genfer Spielstil «cool. Vielleicht hat man das Gefühl, dass wir Kleinen diesen nicht so gern haben, aber ich finde das gut, ich bin gerne involviert im Spiel.»

Martschini gegen Genf unproduktiver

Die nackten Zahlen widersprechen seinen Aussagen aber: Martschini sammelte nur 3 Skorerpunkte gegen Genf (1 Tor/2 Assists). Während er in der gesamten Saison auf einen Punkteschnitt von 0,98 kam, waren es gegen Servettes Verteidiger-Riesen – im Schnitt sind diese über 1,86 Meter gross und damit 6 Zentimeter grösser als Zugs Hintermannschaft – nur gerade 0,75 Zähler pro Match.

Provozieren lässt sich Martschini von Genf nicht: Er musste nie auf die Strafbank, wobei dies bei insgesamt nur 3 Zweiminutenstrafen in der Regular Season nicht überrascht. Weniger zurückhaltend sind indes seine Kameraden: Mit 768 Minuten musste kein Team so oft in Unterzahl spielen wie Zug. Dagegen erschienen die Genfer mit 640 Minuten (Rang 3) fast gesittet. Doch in den Playoffs hält sich McSorleys Equipe selten zurück.

Sendebezug: SRF zwei, sportpanorama, 26.02.2017 18:10 Uhr