NLA: Die Löwen-Jagd ist eröffnet

Schweizer Meister ZSC Lions ist am Mittwoch erfolgreich in die neue Saison gestartet. Zwar brillierten die Zürcher beim 4:1 gegen Rapperswil-Jona noch nicht. Trotzdem ist der ZSC Titelkandidat Nummer 1.

ZSC-Spieler Reto Schäppi enteilt mit dem Puck einem Lakers-Spieler.

Bildlegende: Die Konkurrenz im Nacken Die ZSC Lions (hier: Reto Schäppi) wollen auch 2014/15 den Gegnern enteilen. EQ Images

Der Titelverteidiger ist in der neuen Saison immer der Gejagte. Das ist auch in der Eishockey-NLA mit den ZSC Lions nicht anders. Die Zürcher sind der Kronfavorit auf den Titel. Vor allem auch deshalb, weil die Mannschaft von Marc Crawford im Vergleich zur Vorsaison praktisch unverändert antritt.

Dass der 9. Titel der Klub-Historie kein Selbstläufer werden wird, wissen sie in Zürich. Nur schon die Vergangenheit lehrt dies: Die letzte Titelverteidigung gelang einem Team 2001 (den Lions). Und der SC Bern, der Champion von 2013, fand sich in der Folge-Saison in den Playouts wieder.

Wiedergutmachung in Zug und Bern

Kommt für den ZSC erschwerend hinzu, dass die Konkurrenz in der Sommerpause nicht untätig geblieben ist. Nur schon aus dem eigenen Kanton droht Gefahr: Playoff-Finalist Kloten hat in der Offensive mit Denis Hollenstein und Peter Guggisberg zugelegt. In der Champions Hockey League setzte es indes trotzdem 4 Niederlagen ab.

Zug, von vielen Experten als Transfersieger bezeichnet, ist nach dem Fall in die Playouts auf Wiedergutmachungskurs. Als wichtigste Personalie dürfte sich die Verpflichtung von Goalie Tobias Stephan erweisen. Im gleichen Boot wie der EVZ sass im Frühling der SCB. Die Berner setzen nach der Katastrophen-Saison unter Guy Boucher auf ein Kanada-Quintett.

Freiburgs nächster Schritt?

In Freiburg träumen sie weiter vom 1. Meistertitel. Nach zuletzt zwei Halbfinals und einem Final soll endlich der letzte Schritt gemacht werden. Bei Genf-Servette, wie Freiburg im Frühling Halbfinalist, hat ein regelrechter Exodus stattgefunden. Die besten drei Skorer sind weg und mit ihnen Goalie Stephan. Die Löcher versucht Chris McSorley mit Spielermaterial mit Nordamerika-Erfahrung zu stopfen.

Die Serien von Davos und Lugano

Immer seit dem Wiederaufstieg 1993 erreichte der HC Davos die Playoffs. Im Sommer fand im Team von Arno del Curto ein Umbruch statt. Einige Leistungsträger haben sich aus dem Landwassertal verabschiedet. Reicht es dennoch zur 22. Playoff-Quali in Serie? Nicht eine Serie weiterführen, sondern eine beenden will der HC Lugano. Das ehemals «Grande Lugano» ist seit dem letzten Titel 2007 nie mehr über die Playoff-Viertelfinals hinausgekommen.

Wer muss in die Playouts?

Die beiden Playout-Finalisten der Vorsaison, Biel und die Lakers, haben sich mit Spielermaterial aus Schweden eingedeckt. Für beide bleibt die Playoff-Qualifikation dennoch ein hoch gestecktes Ziel. Gleiches gilt für Ambri und Lausanne, die beiden Überraschungsteams der Vorsaison.

Sendungsbezug: Radio SRF 4 News, 12.09.14, 06:50 Uhr

Video «Eishockey: ZSC Lions - Rapperswil-Jona-Lakers» abspielen

Startsieg für die ZSC Lions

6:26 min, aus sportaktuell vom 10.9.2014