Rüfenacht erlöst die Berner

Der SC Bern gewinnt das 2. Finalspiel gegen Lugano dank einem Treffer von Thomas Rüfenacht mit 1:0 und gleicht die Serie aus.

  • Torschüsse: Bern dominierte ganz klar mit 48 zu 17 Schüssen aufs Tor.
  • Powerplay: Nach grandiosen Powerplays in der 1. Partie blieben beide Teams in Überzahl erfolglos

Nach 56. Minuten, etlichen Tormöglichkeiten und Glanzparaden war es soweit: Thomas Rüfenacht erlöste die Berner Fans in der rappelvollen Arena mit dem 1:0. Der zuvor tadellose Elvis Merzlikins im Lugano-Tor liess einen Schuss von Derek Roy nach vorne abprallen. Alessandro Chiesa wollte klären, schlug aber am Puck vorbei. Rüfenacht war zur Stelle.

Bern: Chancen zur Genüge

Dass es so lange 0:0 geheissen hatte, war vor allem der mangelnden Chancenauswertung der Berner zuzuschreiben. Möglichkeiten hatten die Hauptstädter schon vorher zur Genüge:

  • 15. Minute: Bern spielt ganze 2 Minuten in doppelter Überzahl, bringt den Puck aber nicht im Lugano-Tor unter.
  • 19. Minute: Nach einem Riesenbock von Linus Klasen kann Tristan Scherwey alleine auf Merzlikins losziehen, verpasst aber ebenfalls die Führung.
  • 29. Minute: Merzlikins verhindert mirakulös gegen Cory Conacher, der den Puck nicht im leeren Tor versenken kann.
  • 48. Minute: Conacher bezwingt Merzlikins, Routinier Julien Vauclair rettet aber hinter seinem Goalie auf der Linie.

Lugano: Blasse Offensive

Die Luganesi kamen erst im 2. Drittel richtig auf Touren. Doch weder Tony Martensson (22.), Linus Klasen (36.) noch Damien Brunner (55.) konnten Jakub Stepanek aus aussichtsreichen Positionen bezwingen. So verwandelte erst Rüfenachts Siegtreffer 4 Minuten vor der Schlusssirene die Arena in ein Tollhaus.

Stimmen zum Spiel

  • Thomas Rüfenacht: «Es ist ein unglaubliches Gefühl. Für das spielen wir Eishockey.»
  • Lars Leuenberger: «Wir konnten den Lucky-Punch kurz vor Schluss noch setzen. Der Kessel hat gebebt.»
  • Doug Shedden: «Unser Goalie hat ein Wahnsinns-Spiel gezeigt. Aber das bessere Team hat heute gewonnen.»

Die prägenden Akteure

Der Mann des Spiels: Berns Derek Roy war der auffälligste Spieler auf dem Eis. Seine Puckgewinne in der offensiven Zone führten zu zahlreichen Chancen. Zum Tor des Abends lieferte der Kanadier den Assist.
Die Enttäuschung: Luganos Linus Klasen war völlig von der Rolle. Der schwedische Zauberer verlor etliche Pucks und verpasste in der 36. Minute alleine vor Stepanek den Führungstreffer.
Die tragische Figur: Luganos Bester war ganz klar Elvis Merzlikins. Der Lette hätte für seine 47 Paraden eigentlich einen Sieg verdient.

Wer oder was hat in Ihren Augen den Unterschied gemacht? Diskutieren Sie mit der Kommentar-Funktion mit!

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 5.4.2016, 20:00 Uhr