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National League SC Bern fehlt noch ein Sieg zum Titel

Der SC Bern hat sich in der Playoff-Finalserie gegen Fribourg-Gottéron eine starke Reaktion gezeigt und das 5. Spiel auswärts mit 3:2 gewonnen. Damit greifen die Berner am Dienstag im eigenen Stadion nach dem 13. Meistertitel der Klubgeschichte.

57 Sekunden waren im Schlussabschnitt gespielt, als Benjamin Plüss das Spiel neu hätte lancieren können. Der Gottéron-Stürmer ging vor SCB-Keeper Marco Bührer völlig vergessen, doch sein Abschluss prallte nur an den Innenpfosten. Es hätte der frühe Anschlusstreffer zum 2:3 sein können, ja müssen. Stattdessen übernahmen die Berner das Spieldiktat und brachten den Vorsprung über die Zeit. Der Anschlusstreffer der Freiburger durch Plüss fiel erst 90 Sekunden vor dem Ende und damit zu spät.

1:0-Führung erneut entscheidend

Damit setzte sich auch im 5. Duell zwischen Bern und Freiburg am Ende jene Mannschaft durch, der das erste Tor gelungen war. Die «Mutzen» waren an der Saane bereits nach 150 Sekunden mit dem 1. Torschuss in Führung gegangen: Pascal Berger hämmerte den Puck aus kurzer Distanz unter die Latte und legte so den Grundstein für den Erfolg der Berner.

Mit der Führung im Rücken trat der SCB viel entschlossener auf als noch bei der 1:3-Niederlage im eigenen Stadion vor 2 Tagen. Die Freiburger hatten Mühe mit einem Gegner, der aggressiver das Forechecking suchte und die Räume enger machte als zuletzt. «Details haben heute zu unseren Gunsten entschieden», sagte der Berner Doppel-Torschütze Michaël Loichat. «Jetzt wollen wir am Dienstag unbedingt nochmals gewinnen, das wäre grossartig.»

Michaël Loichat herzt seine Teamkollegen.
Legende: SCB-Matchwinner Michaël Loichat herzt seine Teamkollegen. Keystone

Kurioses Tor durch Loichat

Die Vorentscheidung gelang den Bernern nach 16 Minuten durch ein äusserst kurioses Tor: Als der Puck auf dem Tornetz liegen blieb, schlug Ryan Gardner auf das Netz, wodurch die Scheibe in hohem Bogen via Gottéron-Keeper Benjamin Conz ins Tor flog. Der Treffer wurde nach ausgiebiger Videokonsultation Loichat zugeschrieben, da dieser den Puck als letzter Berner berührt hatte. «Dieses Tor war seltsam», haderte HCFG-Stürmer Greg Mauldin. «Es war hart, den Zwei-Tore-Rückstand zu akzeptieren. Nachher machten sie es uns schwer.»

Törmänen mit Timeout im richtigen Moment

Erst gegen Spielmitte kam Gottéron etwas besser ins Spiel, doch Julien Sprunger und Simon Gamache scheiterten am überragenden Bührer. Just in dieser heiklen Phase gelang dem SCB – unmittelbar nach einem Timeout von Antti Törmänen – der 3. Treffer: Nach einem Konter musste Loichat nur noch einschieben. Für den 22-jährigen Verstärkungsspieler vom EHC Basel war es bereits der 4. Treffer in diesen Playoffs.

Kurz darauf überstand der SCB zwar eine doppelte Unterzahl schadlos. Bei einem unglücklichen Wechsel konnte Sprunger in der 34. Minute aber alleine auf Bührer losziehen und das 1:3 markieren. Es blieb bis in die vorletzte Minute und dem Treffer durch Plüss der einzige Treffer des Heimteams. «Jetzt müssen wir in Spiel 6 einen Weg zurück finden», wagte Mauldin bereits einen Blick nach vorne.

9 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Peter, Zürich
    Bin Fribourg-Fan und Fribourg hat nicht wegen den Refs verloren. Aber die Berner Fans sind auch nicht besser! Alle Reklamieren immer gegen die Refs egal welche Mannschaft! Fribourg, Bern, Genf etc. Sobald man verliert ist immer der Schiri schuld. Spelen muss man immer noch selber! Aber wieso die eigene Taktik und Leistung analysieren wenn es vier Gestreifte auf dem Eis hat welchen man die Schuld zuschieben kann. Alle Fans die nur rum heulen sind einfach nur peinlich!
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  • Kommentar von Nicht Berner, Nicht Bern
    Mein Gott die Berner spielen richtig hässlich, noch nie war ein Playoff-Final so langweilig, klar gewinnt man so, aber so verliere ich die Freude am Eishockey, wenn ich Bern zusehe. Ich weiss nicht wie dass die Fans aushalten aber ich glaube denen ist das scheissegal.
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  • Kommentar von Hockey Fan, Freiburg
    Beim 2:0 Versuch von Gartner den Puck in der Luft zu treffen. Auf Kopfhöhe in der Nähe des Gegenspieler ein klarer hoher Stock. Beim 3:0 der Angriff von Knöpfli. Der Berner Verteidiger Rückwarts gegen den Angreifer, streckt den Fuss weit nach hinten und bringt so den Freiburger zu Fall. Ein klarer Beinstellen. Die Schirris wollen nicht mit Pfiffen ein Spiel entscheiden. Nur in solchen Situationen nicht zu pfeifen ist noch schlimmer. Ein ausbleibender Pfiff kann genauso ein Spiel entscheiden
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    1. Antwort von André Perler, Freiburg
      Sehe ich genau so!
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    2. Antwort von Don R. Balken, Freiburg
      Sorry, ihr Fribourger. Ihr seid lächerlich und extrem schlechte Verlierer. Also alles was ihr sonst immer dem SCB anlastet. Mit ein wenig Regelkenntnissen, weiss man, dass es KEIN hoher Stock war. Dann hier einzelne Szenen zu erwähnen, bei welchen hätte eine Strafe gepfiffen werden müssen: Ich könnte dir aus dem Gedächtnis auch 5 Szenen nennen, bei welchen die Bestrafung des Fribourgers ausblieb. Was soll das? Euer Geheule nimmt einem noch die Freude an diesem Sport. Es ist wirklich beschämend!
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    3. Antwort von Bartus brutus, Freiburg
      Hockey Wissen ?? Hoher stock 471/492 des regelbuches! Des weiteren vor friburgs 2 :3 war ein klares halten an berger auch nicht gepfiffen worden und und und! Hatte anfangs symphatien für die friburger aber nach dem theater und geweine über schiri leistungen. Neee ihr habts nicht verdient Meister zu werden!!!
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