SCB - Zug: Wiedersehen unter neuen Vorzeichen

Wenn sich der SC Bern und EV Zug heute wieder duellieren, tun sie dies in längst nicht mehr so trostloser Umgebung wie zuletzt. Denn im März wurden beide Teams ins Playout verbannt – entgegen ihrer eigenen Ambitionen.

Dostoinov (Bern) und Marchon (Zug) beim Bully.

Bildlegende: Vieles ist neu Das letzte Duell aus der Platzierungsrunde: Berns Dostoinow ist nicht mehr dabei, Zugs Marchon nur noch 2. Wahl. EQ Images

Das Wiedersehen findet unter ganz anderen Vorzeichen statt als zuletzt am 22. März. Damals gewann der EVZ beim SCB in einer irrelevanten Partie 5:2 und versetzte dem entthronten Meister einen letzten Nadelstich. Beide Mannschaften verabschiedeten sich anschliessend in die Pause – und waren heilfroh über das Saisonende. Denn nach dem Verpassen der Playoffs fühlte sich die Platzierungsrunde wie eine Höchststrafe an.

Seither gibt es beidseits Anzeichen zur Besserung, aber eben nur Anzeichen. In der Tabelle belegen die Zuger und Berner die Ränge 4 und 5, getrennt durch einen Punkt. Ausgereift sind die Spielsysteme noch nicht, denn die teils hochkarätigen Verstärkungen benötigen Angewöhnungszeit. Die mangelnde Konstanz ist ein Indiz dafür. Und in der Champions Hockey League mussten beide Klubs ihre Ambitionen früh in der Gruppenphase begraben.

Berns makellose Heimbilanz

Immerhin dürfen die Berner in der Meisterschaft für sich in Anspruch nehmen, vor eigener Kulisse eine Macht zu sein. Aus den 5 Heimpartien gegen Biel, Freiburg, Kloten, Rapperswil-Jona und Genf resultierten 5 Siege und total 14 Punkte. Nun versuchen sich die Zuger als nächstes Team, den SCB in der Postfinance-Arena zu stürzen. Mit 6 Punkten ist ihre Bilanz in der Fremde vielversprechender als jene der Equipe von Guy Boucher (2).

Tobias Stephan pariert mit der Fanghand einen Puck.

Bildlegende: Starker Rückhalt Tobias Stephan feierte in dieser Saison schon zwei Shutouts. EQ Images

Derweil wird sich Bern im Vorfeld mit der Frage beschäftigt haben, wie die gegnerische Defensive zu knacken ist. Denn mit nur 17 Gegentreffern aus 9 Partien weist der EVZ in dieser Statistik den besten Wert aus. Viel zur neu erlangten Stabilität trägt Tobias Stephan (30) bei, der in den letzten 4 Saisons noch bei Genf-Servette im Tor stand. «Er hält überragend», schwärmt denn auch Neo-Trainer Harold Kreis.

Es blieb beim Matchpuck

Vor dem 5:2 im Playout hatten die Zentralschweizer zuletzt übrigens im März 2013 in Bern gewonnen. Mit einem 4:0-Coup erarbeiteten sie sich damals den 1. Matchpuck im Playoff-Halbfinal. Als Sieger dieser Serie ging dennoch der SCB hervor.

Sendebezug: SRF 1, sportaktuell, 04.10.14 22:00 Uhr

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