Seger: «Hausmann wäre eine Option»

Gut 18 Jahre nach seinem Profi-Debüt hat Mathias Seger am Sonntag seinen 1000. NLA-Match bestritten. Im «sportpanorama» sprach der ZSC-Captain über sein Karriere-Highlight und machte sich Gedanken über die Zeit nach dem Eishockey.

Rekorde ist sich Mathias Seger inzwischen gewöhnt. Er trug 305 Mal das Schweizer Nati-Dress. So oft wie kein anderer. Er nahm an 16 A-Weltmeisterschaften teil. So oft wie kein anderer. Und er war als Einziger bei allen 5 Meistertiteln der ZSC Lions seit 2000 mit an Bord.

Seit Sonntag und dem siegreichen Derby gegen Kloten (4:2) gehört der 37-Jährige nach Ivo Rüthemann (1072 Spiele), Gil Montandon (1070) und Martin Steinegger (1025) auch dem «1000er-Klub» der Feldspieler an. Aufnahme finden jene Akteure, die in der NLA 1000 und mehr Partien bestritten haben.

Und gut möglich, dass Seger auch hier bald einen neuen Rekord setzt. Bleibt er auch in der kommenden Saison verletzungsfrei – Seger hat bei den Lions bereits für 2015/16 unterschrieben – wird Rüthemanns Marke wohl fallen.

Glück und Motivation

«Ich hatte das Glück, dass ich in meiner ganzen Karriere nur eine schwere Verletzung erlitt», nennt Seger einen Grund für seine 1000 NLA-Spiele. Einzig in der Saison 2004/05 wurde er durch eine Hirnerschütterung längere Zeit ausser Gefecht gesetzt.

Die Gesundheit ist das Eine. Dass ein Spieler aber auch in seiner 19. Profi-Saison noch immer vor Motivation strotzt, steht auf einem anderen Blatt. «Jedes Jahr steht man mit einer neuen Mannschaft vor einer neuen Herausforderung», klärt Seger auf. Das sei reizvoll. Das Ziel bleibe hingegen immer dasselbe: «Man will Meister werden.»

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Segers erfolgreiche Karriere

3:40 min, aus sportpanorama vom 11.1.2015

Das Lob des Trainers

ZSC-Coach Mark Crawford ist voll des Lobes über seinen Captain: «Ihm entgeht nichts, und er ist immer engagiert bei der Sache. Er entlastet uns Trainer sehr.» Zudem mache Seger seine Teamkameraden zu besseren Spielern, glaubt Crawford.

Müsste sich Seger auf ein absolutes Highlight in seiner Karriere festlegen, er würde keinen der vielen Titel mit dem ZSC wählen. Die WM-Silbermedaille mit der Nati 2013 in Schweden gewichtet der Verteidiger höher. «Es war das wohl grösste Erlebnis.»

(K)ein Ende in Sicht

Obschon Segers Vertrag mit den Lions auf Sommer 2016 terminiert ist, kann sich der Routinier durchaus vorstellen, eine weitere Spielzeit anzuhängen. Coach Crawford gibt ihm einen Freipass: «Er darf solange bei uns spielen, wie er möchte.»

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Mathias Seger - kein 08/15-Typ

0:43 min, aus sportpanorama vom 11.1.2015

Sollte Segers Karriere trotz allem dereinst ein Ende finden, schwebt dem St. Galler bereits eine «zweite Laufbahn» vor. Seine Frau, eine studierte Psychologin, habe ihre Ambitionen bislang stark zurückgesteckt. Darum sei es an der Zeit, ihr etwas zurückzugeben. «Hausmann wäre eine Option», stellt Seger in Aussicht.

Sendebezug: SRF zwei, «sportpanorama», 11.1.15, 18:15 Uhr

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Zur Person

Zur Person

Mathias Seger (37) aus Flawil debütierte 1996 beim SC Rapperswil-Jona bei den Profis. 1999 wechselte er zum ZSC. Mit den Zürchern wurde er 5 Mal Schweizer Meister und gewann 2009 die Champions League. Für die Nati lief Seger bislang 305 Mal auf. Zudem nahm er an 16 A-Weltmeisterschaften teil - Rekord. 2013 gewann Seger mit der Nati WM-Silber.