Stephans unglückliche Rückkehr nach Genf

Der EV Zug hat in der 5. NLA-Runde eine 3:4-Niederlage bei Genf-Servette kassiert. Ein besonderes Spiel war es für EVZ-Keeper Tobias Stephan, der erstmals seit seinem Wechsel in der Sommerpause an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrte.

Video «Eishockey: NLA, Genf - Zug» abspielen

Zusammenfassung Genf - Zug

1:58 min, aus sportaktuell vom 20.9.2014

Nach 5 Saisons im Dress der «Adler» hatte Tobias Stephan auf diese Spielzeit hin zum EV Zug gewechselt. An seine erstmalige Rückkehr in die «Vernets»-Halle als Gastspieler dürfte sich der Torhüter aber nur ungern zurückerinnern.

Zwar zeigte Stephan einige gute Paraden. Doch mit einem Lapsus zu Beginn des 3. Drittels ermöglichte er den Ausgleich des Heimteams durch Alexandre Picard zum 2:2. Kurz darauf brachte Topskorer Daniel Rubin die Genfer im Powerplay erstmals in Führung.

«Es war nicht mein bestes Spiel», meinte Stephan selbstkritisch. Die Partie sei sehr speziell für ihn gewesen, «ich hatte eine schöne Zeit in Genf». Von den Zuschauern wurde der langjährige Servette-Keeper schliesslich mit langanhaltendem Applaus verabschiedet.

Grossmann sorgt für Unterbruch

Zu Beginn hatten vor allem die Gäste die Akzente gesetzt. Für einen ersten Aufreger sorgte Robin Grossmann. Der Slapshot des EVZ-Verteidigers von der blauen Linie war zuviel für das Plexiglas hinter dem Tor. Es zerbarst, was einen längeren Unterbruch nach sich zog und die Schiedsrichter veranlasste, die Teams bereits nach rund einer Viertelstunde in die Kabine zu schicken und die 1. Drittelspause vorzuziehen.

Nach dem Unterbruch kamen die Zuschauer dann auch in den Genuss von Toren. EVZ-Abwehrspieler Calle Andersson eröffnete das Skore nach einem schönen Sololauf in der 22. Minute. Knapp 2 Zeigerumdrehungen später lenkte Simon Lüthi einen Pass der Genfer ins eigene Tor ab.

Robbie Earl sorgte jedoch mit einem Shorthander noch vor Spielhälfte für die erneute Führung der Gäste. Noch im selben Powerplay verpassten die Genfer mehrfach den Ausgleich, im Gegenzug vergab der eben von der Strafbank zurückgekehrte Tim Ramholt alleine vor Servette-Keeper Christophe Bays.

Romy mit der Entscheidung

Ab diesem Zeitpunkt übernahmen die Calvinstädter das Spieldiktat, Zug kam immer seltener zu Entlastungsangriffen. Die Überlegenheit sollte sich aber erst im letzten Abschnitt in Tore ummünzen. Nach dem Doppelschlag durch Picard und Rubin sorgte Kevin Romy in 54. Minute für die Entscheidung. Stephan konnte die Scheibe nur ungenügend blockieren, und der Genfer Angreifer stocherte solange nach, bis der Puck die Linie überquerte.

Ein Powerplay begünstigte ein kurzes Aufbäumen der Zuger in der Schlussphase. Doch zu mehr als dem Anschlusstreffer von Pierre-Marc Bouchard 38 Sekunden vor Schluss reichte es den Gästen nicht mehr.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 20.09.2014, 22:05 Uhr.