Zum Inhalt springen

National League Stürmernot zwingt Gottéron zum Umdenken

Nach einem zwischenzeitlichen Aufschwung ist Fribourg-Gottéron wieder in eine Negativspirale geraten und hat vier Spiele in Serie verloren. Ein Hauptgrund ist der verletzungsbedingte Ausfall von inzwischen sieben Stürmern. Trainer Gerd Zenhäusern fordert nun eine Änderung der Klubpolitik.

Freiburger Bank mit Trainer Gerd Zenhäusern
Legende: Schwierige Lage Freiburgs Trainer Gerd Zenhäusern ist auf der Suche nach neuen Stürmern. EQ Images

Neun gesunde Stürmer hat Freiburg derzeit noch im Kader. Am Samstag gegen die Lakers fielen Christian Dubé und Thibaut Monnet aus, am Sonntag in Davos Tristan Vauclair; Nachwuchsspieler Nathan Marchon verletzte sich bei einem Einsatz mit den Elite-Junioren. Schon zuvor waren Andrej Bykow, Martin Ness und Benjamin Plüss ausgefallen.

Für den kapitalen Strichkampf vom Dienstagabend zuhause gegen Kloten wurden vom EHC Visp wenigstens Roman Botta und Alain Brunold ausgeliehen, zudem dürften die gelernten Verteidiger Anthony Huguenin und Maxime Montandon erneut als Stürmer auflaufen. Für das Wochenende (Freiburg spielt gegen die ZSC Lions und Biel) sind laut Le Matin Leihgespräche mit Olten im Gang.

Vor- und Nachteile einer Partnerschaft

Eine langfristige Lösung ist dies aber nicht. «Wir müssen die Klubpolitik ändern», sagte Headcoach Gerd Zenhäusern gegenüber mehreren Westschweizer Medien. «Es braucht unbedingt eine Partnerschaft mit einem NLB-Klub.»

Freiburgs Generaldirektor Raphaël Berger soll zugesagt haben, die Frage zu prüfen. «Eine exklusive Partnerschaft garantiert aber nicht, dass die besten Spieler dann auch zur Verfügung stehen.» Schliesslich hätten die NLB-Klubs auch Spiele und Verpflichtungen gegenüber Fans und Sponsoren.

Noch kein neuer Präsident

Unruhe gibt es auch in der Freiburger Chef-Etage. Der zurückgetretene Präsident Charles Phillot erklärte in einem Interview mit Radio Freiburg, er sei mit den Hauptaktionären - der Freiburger Kantonalbank und dem Energiekonzern Groupe E - über das 100-Millionen-Stadionprojekt in Zwist geraten.

Bisher hatte Phillot ausschliesslich die vorzeitige Vertragsverlängerung von Ex-Coach Hans Kossmann als Grund für seinen Schritt genannt. Einen neuen Präsidenten hat Gottéron noch nicht, interimistisch wird der Klub von Michel Volet geführt.

Legende: Video «Freiburg unterliegt den Lakers» abspielen. Laufzeit 1:41 Minuten.
Aus sportaktuell vom 29.11.2014.
Legende: Video «Freiburg verliert in Davos» abspielen. Laufzeit 5:28 Minuten.
Aus sportpanorama vom 30.11.2014.

Sendebezug: SRF zwei, «sportaktuell», 29.11., 22:05 / «sportpanorama», 30.11., 18:15

1 Kommentar

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Benu, Meterizi
    Vielleicht prüft der Herr Generaldirektor Raphael Berger auch die Integration der eigenen Junioren - hatte ja seit seinem Amtsantritt einige Jahre Zeit.... Denke in dieser Hinsicht muss ein klares Zeichen gesetzt werden - jeweils mindestens mit einem kompletten Juniorenblock zu trainieren! In dieser Hinsicht wurde bisher bei Gotteron schwer gesündigt. Weder der ehemalige Trainer noch andere "Angestellten" hielten eine Integration für nötig. Beim Trainer hatte es Konsequenzen, bei anderen nicht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen