Thibaut Monnet im Kampf gegen die Zukunft

Thibaut Monnet hat sich entschieden, die ZSC Lions im Sommer nach 6 erfolgreichen Jahren zu verlassen. Nun trifft er in den Playoff-Halbfinals ausgerechnet auf seinen zukünftigen Klub Fribourg-Gottéron. Damit es in Zürich ein «Happy End» gibt, muss er sich einmal mehr steigern.

Thibaut Monnet

Bildlegende: Herausforderung Im Playoff-Duell gegen Fribourg muss Thibaut Monnet seine Zukunft ausblenden können. EQ Images

Der gemeinsame Weg von Thibaut Monnet und den ZSC Lions befindet sich auf den letzten Metern. Nach 6 Jahren bei den Stadtzürchern entschloss sich der 31-jährige Walliser schon im Dezember, auf die kommende Saison hin zurück nach Fribourg zu wechseln, seiner ersten Station in der NLA.

Kontakt mit Sprunger ausgesetzt

Bevor er sich jedoch auf seine neue Aufgabe konzentrieren darf, muss er mit den Lions im Playoff-Halbfinal ausgerechnet gegen seinen zukünftigen Klub antreten. Das sei kein Problem, relativierte Monnet am Tag vor dem 1. Halbfinal-Spiel im Tages-Anzeiger: «Solange ich das Zürcher Dress trage, tue ich alles, um dem ZSC zu helfen.» Selbst mit seinem Freund Julien Sprunger habe er während den Playoffs keinen Kontakt, so Monnet: «Ich schreibe eigentlich nur mit meiner Familie SMS.»

«Das war sehr schlecht»

Trotzdem wirkte der Stürmer am Dienstagabend gehemmt, er war kaum zu sehen. Die ZSC Lions verloren nach einem Fehlstart mit 2:3 und sind am Donnerstag zuhause in Spiel 2 bereits unter Druck. «Wir waren am Anfang sehr schlecht», analysierte Monnet im Interview mit SRF schonungslos. «Wir waren nicht auf dem Eis, das ist unerklärlich. Auch ich muss viel mehr machen.»

Zuverlässiger Playoff-Skorer

Dabei ist unbestritten, dass er mehr machen kann: Monnet ist ein typischer Playoff-Spieler - einer, der in den entscheidenden Momenten zur Hochform aufläuft. In bisher 56 Playoff-Spielen markierte er 23 Tore und 27 Assists. In den Meisterjahren 2008 und 2012 war er in den Playoffs jeweils einer der zuverlässigsten Skorer der Zürcher. Vielleicht schenkt er den Lions als Abschied ja noch einige Tore mehr.