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National League Timeout vor dem Saisonfinale: Der Meister atmet schwer

Wenige Runden vor Schluss der Qualifikationsphase geht das Schweizer Eishockey in die Olympia-Pause. Während das Gros der NLA-Teams die Kräfte für die Playoffs respektive Playouts mobilisiert, bereiten sich Meister Bern und Aufsteiger Lausanne auf den grossen Showdown vor.

Leitwolf Martin Plüss und der Berner Bär stehen unruhige Tage bevor.
Legende: Lausanne bläst zur Jagd Leitwolf Martin Plüss und dem Berner Bären stehen unruhige Wochen bevor. Keystone

Bis zum 25. Februar pausiert die NLA. In Sotschi will die Schweizer Nati nach dem sensationellen WM-Silber in Schweden erneut vorne mitspielen, die Gefühlslage bei den Daheimgebliebenen ist derweil höchst unterschiedlich: Der serbelnde Meister aus Bern ringt um Fassung, Aufsteiger Lausanne wetzt die Messer und andernorts wird versucht, die Spannung hoch zu halten.

Das grosse Zittern in der Hauptstadt

Nachdem sich Genf mit dem kapitalen Auswärtssieg bei Davos Luft im Kampf um die Playoffs verschafft hat, braucht man beim Meister aus Bern langsam aber sicher ein Sauerstoffzelt. Am Wochenende bezog der neue SCB-Trainer Guy Boucher im Zähringer Derby bei Freiburg seine erste Niederlage - das Durchatmen vom Spieltag zuvor (4:2 Heimsieg gegen Ambri und Sprung über den Strich) weicht dem Nervenflattern. Der NHL-gestählte Boucher wird seine Sporen im Schweizer Eishockey als Feuerwehrmann abverdienen müssen.

Das Restprogramm des SCB hat es - abseits vom Pflichtsieg in der Nachholpartie gegen Rapperswil - in sich. Zunächst reisen die Hauptstädter nach Biel - dem Klub, der beim 4:1 im November schon die Ära von Meistertrainer Antti Törmänen beendet hatte; dann empfängt man wiederum Erzfeind Fribourg-Gottéron; am letzten Spieltag gastieren die Berner schliesslich beim dominanten ZSC - es könnte der Prolog zum möglichen Playoff-Viertelfinal zwischen Qualifikationssieger und Meister, oder aber der letzte Niederschlag vor dem beschämenden Gang in die Playouts werden.

Erlegt der Aufsteiger den Berner Bären?

Mitverantwortlich für die angespannte Lage in der Hauptstadt ist der Aufsteiger aus Lausanne. Der limitierte Kader der «Löwen» schien zuletzt im Playoff-Kampf an seine Grenzen zu stossen, mit dem Heimsieg gegen Biel gelang aber der erneute Sprung über den Strich. Zum Nachteil könnte den Waadtländern gereichen, dass man die ausstehenden Partien ohne die Unterstützung des frenetischen Heimpublikums bestreiten muss - die letzten 3 Duelle mit Zug, Ambri und Fribourg finden allesamt auswärts statt.

Legende: Video Eishockey: Davos-Genf abspielen. Laufzeit 04:52 Minuten.
Aus sportpanorama vom 02.02.2014.

Ambri benötigt für die Playoff-Quali nur noch einen Sieg aus vier Spielen. Auch Genf gelang mit dem Auswärtssieg vom Sonntag bei Davos (6:4) der mutmassliche Befreiungsschlag. Chris McSorleys Team wird sich die Butter in den Spielen gegen die designierten Playout-«Finalisten» Biel und Rapperswil kaum mehr vom Brot nehmen lassen.

Die Ruhe vor dem (Playoff-)Sturm

Für die bereits qualifizierten Teams in der oberen Tabellenhäfte werden die letzten 3 Partien insofern bedeutsam, als es gilt, sich das Heimrecht für die Playoffs zu sichern (Rang 1-4). Vorab Freiburg und Davos werden darauf aus sein, nach einem ernüchternden letzten Drittel der Qualifikation zur Playoff-Form zu finden.

Das Restprogramm im Strichkampf

6. Ambri (75)ZSC (h)Lugano (h)Lausanne (h)Biel (a)
7. Genf (72)Kloten (h)Freiburg (a)Biel (h) Lakers (a)
8. Lausanne (68)Zug (a)Ambri (a) Freiburg (a)
9. Bern (67)Lakers (h)Biel (a)Freiburg (h) ZSC (a)
10. Zug (60)Freiburg (h)Lausanne (h)Lugano (a) Lugano (h)

9 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Hersberger, St. Légier-La Chiésaz
    ...das Fell des Bären nie verkaufen bevor der Bär erlegt ist? Unterschätze nie den Meister?...es kann noch sehr viel passieren und das Team hat letztes Jahr eindrücklich bewiesen wie es mit schwierigen Situationen umgehen kann. Wir freuen uns.
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  • Kommentar von urs, thun
    den sc Bern ende Saison unter dem strich zu sehen wäre hure affe geil. einmal etwas anderes, schadet ihnen auch nicht.
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  • Kommentar von Guido Truffer, Genf
    Sorry, aber kann mir einer nachrechnen, wieso Bern bei möglichen 12 Punkten (12+67 =79) nicht noch (rein theroetisch) Lugano und Davos mit 77 Punkten abfangen könnte ? Selbst in direktem Vergleich ist Kloten gegen Bern (dann beide 79) schlechter dran. Wieso diese 3 Clubs schon auf "grün "stehen ist mir noch nicht ganz klar, auch wenn sie sicherlich noch Punkten werden ... oder eben auch nicht.
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    1. Antwort von Emmy Noether, Zürich
      Naja, ohne das jetzt irgendwie analysiert zu haben werden wohl die Clubs welche (nach Ihnen) nicht grün sein sollten noch gegeneinander spielen, somit sicher punkten. Zudem müssten die derzeit schlechter stehenden Teams "alles" gewinnen, was weitere Bedingungen an andere Spiele ergibt. Ganz so einfach ist die Rechnung also nicht, ich nehme an ein Computer wird das gemacht haben. Und wer sich die Zeit nimmt, dieses Programm zu schreiben macht es auch richtig (wahrscheinlich ;) )
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    2. Antwort von Kenner, Tsüri
      Damit angenommen Kloten noch unter den Strich fällt, müssten alle Teams dahinter (Zwischen Kloten und Strich) all ihre kommende Spiele verlieren. Nur ist dies nicht möglich, da diese Teams auch gegeneinander spielen und bekanntlich nur einer gewinnen kann. Somit punktet eines der Teams zwischen Kloten und Strich gezwungener Massen. Selbes gilt bei Lugano und Davos...
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    3. Antwort von Urs Neu, Bern
      Damit Lugano oder Davos unter den Strich fallen, müssten sie auch von Lausanne überholt werden. Lausanne hat jedoch nur noch drei Spiele und kann maximal auf 77 Punkte kommen. Vermutlich liegen Lugano und Davos gegen Lausanne in den Direktbegegnungen vorne.
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    4. Antwort von A.K, Emmenbrücke
      Da Lausanne nicht mehr Davos Kloten und Lugano überholen kann.sind die mannschaften grün
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