Titelverteidiger Bern bleibt auf Kurs

Im Cup-Achtelfinal hat der SC Bern den EV Zug gleich mit 8:3 niedergekantert. Für die grosse Überraschung zeichneten die Rapperswil-Jona Lakers verantwortlich, die das oberklassige Lugano ausschalteten.

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SC Bern souverän weiter

0:15 min, vom 27.10.2015

In der Meisterschaft hat der EV Zug gegenüber den Hauptstädtern die Nase trotz einer Partie weniger um 6 Punkte vorn. Doch im Cup gelten bekanntlich eigene Gesetze – und deshalb blieb dort der Tabellendritte gegen den Fünftklassierten deutlich auf der Strecke.

Der SCB verdiente sich den Einzug in die Runde der letzten 8 mit einem 8:3-Heimsieg. Pascal Berger und Marco Müller hatten die Partie im Startdrittel in für den Titelverteidiger gewünschte Bahnen gelenkt. Als die Zentralschweizer, inzwischen mit Noël Bader zwischen den Pfosten, zur Spielmitte auf 2:3 herangekommen waren, erhöhten die «Mutzen» ihre Kadenz und konterten mit einer Triplette (Martin Plüss/Timo Helbling/Tristan Scherwey) innert 127 Sekunden zum 6:2.

Zu erwähnen gibt es danach nur noch, dass ab der 36. Minute auch SCB-Ersatzgoalie Janick Schwendener anstelle von Marco Bührer Auslauf erhielt – und den Sieg für seine Farben problemlos festhielt.

Die Spieler von Rapperswil-Jona feiern den Sieg aufgereiht an der Mittellinie.

Bildlegende: Grosse Genugtuung Die Lakers warfen den HC Lugano aus dem Cup. Keystone

Zwei B-Klubs schon einmal weiter

Einen Denkzettel bekam der HC Lugano verpasst, bei dem Interimscoach Christian Wohlwend eine missratene Abschiedsvorstellung gab. Die Tessiner wurden vom NLA-Absteiger der vergangenen Saison, den Rapperswil-Jona Lakers, mit 2:3 eliminiert. Die St. Galler machten einen 0:1-Rückstand wett und schafften danach dank den Torerfolgen von Raphael Kuonen (42.) und Valentin Lüthi (46.) die Wende.

Mit dem EHC Visp schaffte ein weiterer Vertreter aus der NLB den Vorstoss in die Viertelfinals – dies zum 2. Mal in Serie. Die Oberwalliser liessen auswärts Dübendorf beim 7:2 keine Chance. Damit ist dem einzig verbliebenen Amateurklub aus der 1. Liga nach dem Husarenstück gegen Davos die Luft ausgegangen.

Kloten von Ajoie gefordert

Im Viertelfinal angekommen ist auch Vorjahresfinalist Kloten, das gegen das unterklassige Ajoie beim 4:3 allerdings Mühe bekundete.

Das zweite NLA-Duell zwischen Biel und Servette war umstritten. Die Seeländer setzten sich in der Overtime dank Ahren Spylos Tor (62.) mit 3:2 durch.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 27.10.2015 22:20 Uhr