Trotz Final-Niederlage: Geschichte macht EVZ Hoffnung

Die Batterien bei Zug schienen leer: Nach dem 1:6 am Samstag kassierten die Zentralschweizer die nächste Kanterniederlage. Doch für nächste Saison gibt es Hoffnung.

Wer hätte nach den ersten beiden verlorenen Partien im Playoff gedacht, dass die Serie über 6 Spiele gehen würde?

Doch Zug steckte den 0:2-Rückstand weg und glich durch zwei Overtime-Siege noch einmal aus. Dann war die Luft beim Herausforderer aber irgendwie draussen.

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Kreis: «Bern hat seine Muskeln gezeigt»

1:23 min, vom 17.4.2017

Ausländer ohne Durchschlagskraft

Das musste auch EVZ-Coach Harold Kreis nach dem letzten Spiel ernüchtert feststellen: «Wir haben in den letzten beiden Spielen nicht gut gespielt. Das ist schade, denn die Mannschaft ist besser als sie sich da verkauft hat. Und dazu Bern hat seine Muskeln gezeigt.»

Die Final-Niederlage des EVZ lässt sich aber auch an Zahlen illustrieren:

  • Nur gerade 9 Treffer brachte der EVZ in 6 Finalspielen zustande
  • Die Ausländer erzielten kein Tor und lieferten nur 3 Assists
  • Tobias Stephan hielt im Final weniger als 90% aller Schüsse

Der Coach wollte die Niederlage aber nicht an seinen Leistungsträgern festmachen: «Wir leben nicht von Ausländern oder einzelnen Spielern. Bei uns pusht einer den anderen.»

Hoffnung für nächste Saison

Bei allem Frust dürfen die Zuger aber durchaus auch stolz auf die vergangene Saison zurückblicken. Schliesslich zeigten die Zentralschweizer eine bärenstarke Qualifikation und zogen erstmals seit 19 Jahren wieder in den Playoff-Final ein.

Ein Blick in die Vergangenheit dürfte dem EVZ zudem auch Hoffnung verleihen: In der Saison 1996/97 – ein Jahr vor dem letzten Meistertitel – zog der EVZ ebenfalls in den Final ein, verlor aber in der Best-of-5-Serie mit 1:3. Damals wie heute gegen den SCB.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 17.04.17, 20:10 Uhr

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