Von Kampf und Hoffnung: SRF-Experte Weibel mit dem Playoff-Check

Die Regular Season neigt sich dem Ende zu. Die Ausgangslage am Strich ist so spannend wie schon lange nicht mehr. Wer schafft den Sprung in die Playoffs? Wir haben die Ausgangslage analysiert und mit SRF-Hockeyexperte Lars Weibel gesprochen.

Während es für Freiburg auf Rang 6 bereits stark nach Playoffs riecht und dem EHC Biel nur noch ein epischer Schlusssprint einen Platz über dem Strich einbringen könnte, geht es dazwischen eng zu und her. Lausanne liegt als 7. nur 2 Punkte über dem Strich. Die SCL Tigers auf Rang 11 haben 9 Punkte Rückstand auf Lausanne – jedoch auch 2 Spiele weniger.

NLA-Strichkampf

7.Lausanne 43155320107:126 58
8.Ambri-Piotta42162519121:13957
9.Bern43134917131:14056
10.Kloten Flyers 42153222122:12853
11.SCL Tigers 41125321114:13949

Lausannes Kampf gegen die Torflaute

Das Problem der Romands ist klar: Sie erzielen zu wenig Tore. In 43 Spielen wurde der gegnerische Torhüter lediglich 107 Mal bezwungen. Nur Schlusslicht Biel traf noch weniger. Die jüngste Krise scheint abgewendet: Auf 3 Niederlagen in Serie folgte ein Sieg gegen Bern. Das Restprogramm beschert Lausanne unter anderem 3 Westschweizer Derbys (zweimal gegen Genf, einmal gegen Freiburg).

Restprogramm Lausanne

30.1. SCL Tigers (A)20.2. Freiburg (A)
31.1. Biel (H)
26.2. Bern (A)
5.2. Genf (A)27.2. Genf (H)
6.2. Ambri (H)

Ambri mit Heimweh

Wenn Ambri eine Reise tut, freuen sich die Stürmer des Heimteams: In den letzten 3 Auswärtsmatches kassierten die Tessiner ganze 19 Gegentore. Zudem erzielte kein anderes Team im Schnitt weniger Tore in Überzahl (0,62 Tore pro Spiel). Was Mut macht, ist, dass Ambri noch zweimal auf Biel trifft. Die Seeländer waren mit 10 Punkten in 4 Spielen ein Punktelieferant für Ambri.

Restprogramm HC Ambri-Piotta

29.1. Bern (H)19.2. Lugano (A)
30.1. Freiburg (A)20.2. Biel (H)
5.2. Davos (H)26.2. Biel (A)
6.2. Lausanne (A)27.2. Lugano (H)

Berns Kampf gegen Serien

7 Niederlagen in Folge. Die letzten 18 Penaltys verschossen. Der SCB macht momentan definitiv nicht den besten Eindruck. Wenn die «Mutzen» in den Playoffs spielen wollen, müssen diese Serien gestoppt werden. Stark agieren die Berner immer, wenn sie Powerplay spielen können: 48 Tore in Überzahl ist in der Liga Bestwert.

Restprogramm SC Bern

29.1. Ambri (A)23.2. Genf (H)
30.1. Zug (H)26.2. Lausanne (H)
5.2. Freiburg (H)27.2. Freiburg (A)
21.2. ZSC Lions (A)

Kloten und die Suche nach der Beständigkeit

Bei keinem Team wechseln sich Sieg und Niederlage so regelmässig ab wie bei den Zürcher Unterländern. Kloten feierte in dieser Spielzeit höchstens 3 Erfolge am Stück und kassierte maximal 4 Niederlagen in Serie. Und wenn die Klotener verloren, dann meistens knapp: Die letzten 6 Niederlagen endeten mit nur einem Treffer Unterschied.

Restprogramm Kloten Flyers

30.1. Davos (H)20.2. Genf (H)
6.2. Zug (A)23.2. Lugano (H)
7.2. Biel (H)26.2. SCL Tigers (H)
16.2. ZSC Lions (A)27.2. SCL Tigers (A)

SCL Tigers: Die Hoffnung stirbt zuletzt

Mit einer Serie von 4 Siegen in Folge haben sich die Tigers plötzlich wieder ins Playoff-Rennen eingemischt. Doch zuletzt setzte es für den Aufsteiger 2 Niederlagen ab. In den verbleibenden 9 Quali-Partien bekommen es die Emmentaler noch dreimal mit einem direkten Konkurrenten um einen Playoff-Platz zu tun. Pikant: In den letzten beiden Spielen heisst der Gegner Kloten Flyers.

Restprogramm SCL Tigers

29.1. Lugano (A)19.2. Davos (A)
30.1. Lausanne (H)23.2. ZSC Lions (A)
5.2. Zug (H)
26.2. Kloten Flyers (A)
6.2. Biel (A)27.2. Kloten Flyers (H)
16.2. Zug (H)

Sendebezug: SRF zwei, laufende Berichterstattung