ZSC wieder früh gescheitert – woran lag es?

Wie 2016 bleiben die Lions als Titelaspirant schon in den Playoff-Viertelfinals hängen. Wo sehen Sie die Gründe?

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Wunden lecken bei den ZSC Lions

2:38 min, aus sportaktuell vom 17.3.2017

Wie im Vorjahr (0:4 gegen Bern) sind die ZSC Lions an der ersten Hürde der Playoffs hängen geblieben. Das sind die Gründe für das Scheitern gegen Lugano:

1. Mangelnde Effizienz und Hexer Merzlikins

Luganos verwerterter Matchpuck hatte frappierende Ähnlichkeit mit der Partie zuvor: Es waren die Lions, die drückten, pushten, schossen – aber die Tore fielen auf der anderen Seite. Einerseits müssen sich die Zürcher den Vorwurf der mangelnden Effizienz gefallen lassen. Roman Wick, Patrick Thoresen und Co. scheiterten aus bester Position. Andererseits überzeugte Lugano-Keeper Elvis Merzlikins erneut: Er parierte 27 von 28 Schüssen (96,43%).

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Blindenbachers Zusammenstoss wird hart bestraft

0:19 min, vom 11.3.2017

2. Personelle Probleme

Einzelne, wichtige Leistungsträger fielen aus – wortwörtlich oder im übertragenen Sinne: Robert Nilsson fehlte verletzt, Patrick Thoresen und Severin Blindenbacher (nach seinem Rencontre mit dem Linesman) hatten Sperren abzusitzen. Auf dem Eis enttäuschten die Neuzugänge: Inti Pestoni holte sich in den Playoffs nur einen Skorerpunkt ab. Samuel Guerra figurierte im Spiel 6 nicht einmal im Aufgebot der Lions.

3. Erneutes «Lospech»

Die ZSC-Niederlage bedeutet ein Déja-vu: Schon im Vorjahr war man als Titelaspirant in die Playoffs gestartet, schon da war die Hürde Viertelfinal zu hoch. 2016 waren die «Löwen» sang- und klanglos ohne einen Sieg am späteren Meister Bern gescheitert. Wie Bern im Vorjahr spielte Lugano in dieser Saison eine überraschend schlechte Regular Season – und traf dementsprechend früh auf den Quali-Zweiten ZSC.

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Spiel 5: Vauclairs Doublette entscheidet Partie in Zürich

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4. «Löwenbändiger» Vauclair

Der Mann, der aus dem Nichts kam. So könnte man den Auftritt von Luganos Verteidiger Julien Vauclair beschreiben, würde man seine Leistungen einzig an Toren messen. Hatte der «Bianconero» in der Qualifikation nur einmal eingenetzt, gelangen ihm in den letzten 3 Spielen (zuvor war er gesperrt gewesen) gleich 4 Tore. Vauclair avancierte damit zum torgefährlichsten Akteur der Tessiner. Und zum wichtigsten: Im Spiel 5 (2:1) erzielte er beide Treffer, in Spiel 6 das Game-Winning-Goal.

Nun sind Sie gefragt: Welchen Einfluss haben die einzelnen Punkte auf die ZSC-Niederlage? Stimmen Sie ab und teilen Sie uns Ihre Meinung in der Kommentarspalte mit.

Wieso sind die Lions gescheitert?

  • Beurteilen Sie folgende Faktoren (1 = kein Einfluss, 5 = maximaler Einfluss)

  • 4.5

    Zu wenig Tore gegen «Hexer» Merzlikins erzielt

  • 3

    Sperren, Verletzte, Enttäuschungen: die personellen Probleme

  • 2

    Im Pech: Erneut das vielleicht schwerste Los gezogen

  • 3

    Vauclair: der Mann, der die Löwen zähmte

  • 1847 Stimmen wurden abgegeben

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 16.03.17, 20:10 Uhr