Zürcher Reaktion in Biel - Zug gleicht aus

Die ZSC Lions haben das zweite Spiel der Playoff-Viertelfinals in Biel ohne zu glänzen mit 3:1 gewonnen. Der EV Zug schaffte mit einem 1:0-Sieg in Davos ebenfalls das Rebreak. Genf-Servette führt in der Serie gegen Lugano bereits mit 2:0.

Es war die bezeichnende Szene der Partie: Zürichs Roman Wick prügelte sich am Ende des 2. Drittels mit Biel-Captain Mathieu Tschantré. Der Lions-Topskorer teilt sonst selten Faust-Schläge aus. Nach der 0:5-Schlappe am Samstag war aber eine Veränderung in allen Belangen gefragt.

Unsicherer Start

Die Unsicherheit nach dem Startspiel war den Stadtzürchern anzumerken. Sie legte sich auch nicht, als Chris Baltisberger nach einer starken Aktion von Wick zum 1:0 abstaubte (6.). Stattdessen entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel, Chancen blieben auf beiden Seiten Mangelware.

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Wick und Tschantré packen die Fäuste aus

0:36 min, vom 3.3.2015

Entscheidendes Powerplay

Biel nutzte lange keine Powerplay-Möglichkeit, anders die Lions: Die Zürcher verwerteten gleich die erste Chance nach einer doppelten Überzahl zum 2:0. Erneut trug sich Baltisberger in die Torschützenliste ein. Das Heimteam schaffte es erst während der 7. Zweiminuten-Strafe, gegen die Lions auf 2:1 zu verkürzen. Mehr lag für die Seeländer aber nicht drin. Im Gegenteil: Luca Cunti sorgte mit seinem Treffer in der Schlussphase für den 3:1-Endstand.

Kampfsieg der Löwen

Die ZSC Lions konnten – zumindest resultatmässig – auf den Schock des Startspiels reagieren. Der Quali-Sieger liess die Spielfreude jedoch erneut vermissen. Das 3:1 war ein reiner Kampfsieg. Das lag jedoch auch an einer erneut gut eingestellten Bieler Defensive.

Zug dank Stephan

Der EV Zug hat mit einem 1:0-Minisieg in Davos ebenfalls das Rebreak in der Serie geschafft. Pierre-Marc Bouchard sorgte im Duell der beiden Offensiv-Teams erst in der 52. Minute mit einem kuriosen Kopf-Tor für den entscheidenden Treffer.

Zuvor war Davos mit dem Selbstvertrauen des Startsieges furios in den 1. Playoff-Heimmatch gestartet. Für einmal jedoch ohne Torerfolg. Der EVZ durfte sich beim starken Schlussmann Tobias Stephan bedanken, dass bis am Schluss die Null stehen blieb.

Genf gewinnt auch zuhause

Genf-Servette hat den HC Lugano zuhause mit 2:1 bezwungen und liegt in der Serie bereits mit 2:0 vorn. Nach der Führung der Luganesi setzte das Team von Chris McSorley zur Aufholjagd an: Arnaud Jacquemet und Daniel Rubin sorgten bis zur 55. Minute für die Wende. In einem regelrechten Schlusskrimi hielt Robert-Mayer-Ersatz Gauthier Descloux den Sieg für die Servettiens fest.

Ambri überholt Kloten

Ambri-Piotta hat dank dem 2. Sieg im 2. Spiel der Platzierungsrunde Kloten überholt. Die Leventiner setzten sich zuhause gegen Rapperswil-Jona mit 5:4 durch und liegen neu an 2. Stelle, einen Punkt hinter Gottéron. Fest steht, dass die Lakers damit definitiv im «Playout-Final» antreten müssen.

Die Freiburger fügten den Flyers die 2. Niederlage zu. Das Team von Sean Simpson unterlag den Saanestädtern vor Heimpublikum mit 2:3, nachdem es zuvor einen 0:2-Rückstand wettgemacht hatte.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 3.3.2015, 20:00 Uhr