Zug stoppt Talfahrt mit Heimsieg gegen Bern

Der EV Zug ist gegen den SC Bern in der 14. Runde der NLA zum 3. Heimsieg in dieser Saison gekommen. Die Zentralschweizer besiegten die enttäuschenden Hauptstädter mit 4:2.

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NLA: Zug - Bern

5:17 min, vom 18.10.2013

Mit dem Heimsieg gegen Bern konnten die Zuger ihre Talfahrt von 4 Niederlagen in Serie vorerst stoppen. Ausserdem verkürzte der EVZ den Rückstand auf das achtplatzierte Bern und die Playoff-Plätze auf einen Punkt. Der SCB hingegen schlittert immer tiefer in die Krise und bezog die 4. Pleite in den letzten 5 Spielen.

Später Berner Widerstand

Erst in den letzten 10 Minuten bot der SCB Widerstand und kam durch Byron Ritchie (57.) und einem Eigentor durch Fabian Sutter 57 Sekunden vor Schluss zu den Anschlusstreffern. SCB-Neuverpflichtung Hnat Domenichelli, der bei seinem Debüt insgesamt blass blieb, konnte sich bei Ritchies Treffer einen Assist notieren lassen und erhielt den Treffer von Sutter zugeschrieben.

Das Aufbäumen der Berner kam jedoch zu spät, denn zuvor hatte Björn Christen mit dem 3:0 im Powerplay in der 43. Minute bereits für die Vorentscheidung gesorgt. Zudem stellte Lino Martschini nur 108 Sekunden nach Richties Treffer den 3-Tore-Vorsprung wieder her.

Zuger Verletzungsmisere in der Defensive

In den ersten beiden Drittel hatte der SCB eine enttäuschende Leistung geboten. Kaum einmal tauchten die «Mutzen» gefährlich vor EVZ-Keeper Eero Kilpelainen auf. Ganz anders das Heimteam: Die Zuger machten die verletzungsbedingten Absenzen in der Defensive - neben den langzeitverletzten Verteidiger Yannick Blaser und Samuel Erni fehlten auch Patrick Fischer und Alessandro Chiesa - mit viel Kampfgeist und Einsatz wett.

Besonders die erste Linie um Fabian Schnyder, Reto Suri und Lino Martschini wusste zu gefallen und zeigte sich am Ende für 3 der 4 Zuger Treffer besorgt. Erst erwischte Suri mit einem satten Slapshot SCB-Torhüter Marco Bührer in der nahen hohen Ecke (7.), danach reagierte Schnyder nach einem Abpraller bei Bührer am schnellsten und schob zum 2:0 ein (11.).

Schwache Ausbeute im Powerplay

Wer nun eine Reaktion der Berner im 2. Abschnitt erwartete, wurde enttäuscht. Stattdessen powerten die Zuger weiter und kamen durch Dominic Lammer und Björn Christen zu erstklassigen Möglichkeiten. Zudem liessen die Zentralschweizer 6 Minuten Überzahlspiel ungenutzt.

So musste das Heimteam weiter um den Erfolg bangen, ehe die Zuger in der 43. Minute doch noch im Powerplay erfolgreich waren und sich die Überlegenheit auch wieder resultatmässig niederschlug.