Zug überrollt den SC Bern

Der EV Zug hat den Playoff-Halbfinal gegen Bern mit einer beeindruckenden Leistung ausgeglichen. Die Zentralschweizer gewannen das Heimspiel gleich mit 8:2.

Über eine Szene dürfte in den nächsten Tagen noch gesprochen werden. 12 Minuten vor Schluss - Bern hatte zuvor 2 Treffer erzielt und die Partie auf 2:4 verkürzt - zeigten die Schiedsrichter in Zuger Überzahl eine weitere Strafe gegen Bern an. SCB-Stürmer Joël Vermin war in der Nähe des Pucks, berührte die Scheibe aber nicht.

Skurrile Entscheidung durch Holden

EVZ-Stürmer Josh Holden nutzte die skurrile Situation aus, luchste Vermin den Puck ab und versenkte die Scheibe zum 5:2 in den Maschen. Gleich beim Gegentor erhielt Bern erneut eine Strafe aufgebrummt und musste in der Folge wieder in Unterzahl antreten - Andy Wozniewski nutzte das Powerplay für den sechsten Zuger Treffer.

Zug verdiente sich den Sieg aber trotz dieser nicht alltäglichen Situation. Abgesehen von der Startphase, in der Bern kurz Druck auf Jussi Markkanen ausübte und einen Penalty verschoss, waren die Zentralschweizer die klar bessere Mannschaft. Die 3:0-Führung nach 20 Minuten war verdient, auch wenn das Resultat am Schluss etwas gar hoch ausfiel.

Harmloses und schwaches Bern

Bern konnte abgesehen von den ersten Minuten nur ganz kurz vom Auswärtssieg träumen. Ein Doppelschlag mit 2 Toren innert 56 Sekunden nach 43 Minuten brachte Bern ins Spiel zurück - bis zur 48. Minute und der merkwürdigen Situation mit Vermin. Bern tut indes gut daran, die Schuld nicht beim Schiedsrichter zu suchen. Über weite Strecken der Partie lieferte der SCB eine erschreckend harmlose Vorstellung ab.

Zug auf der anderen Seite bewies, dass es für Bern in diesen Halbfinals kein leichter Gegner sein wird. Der EVZ darf am Samstag jedenfalls mit viel Selbstvertrauen und berechtigten Hoffnungen auf das Auswärtsbreak nach Bern reisen.