Zug und zwei altbekannte Schreckgespenster

Der EV Zug steht in Spiel 3 gegen Lugano schon stark unter Zugzwang. Ausgerechnet zwei Ex-Spieler machen den Zentralschweizern das Leben schwer.

Alessio Bertaggia (links) und Damien Brunner.

Bildlegende: «Dynamic Duo» Die Ex-Zuger Alessio Bertaggia (links) und Damien Brunner. EQ Images

Viel hatte man sich in Zug vom Transfer von Alessio Bertaggia versprochen. 2013 war der Tessiner wie ein Jahr zuvor Lino Martschini aus den nordamerikanischen Nachwuchsligen verpflichtet worden. Doch während Martschini beim EVZ einschlug, blieb Bertaggia lange den Nachweis seines grossen Talents schuldig.

So wurde Bertaggia im November 2014 im Tausch mit Dominik Schlumpf zu Lugano abgeschoben. Nach einer durchzogenen 1. Saison im Tessin ist der Sohn von Luganos Verteidiger-Legende Sandro Bertaggia nun angekommen und hat sich zum erhofften Leistungsträger entwickelt.

Bertaggias Nadelstiche gegen seinen Ex-Klub

Der Angreifer liess es sich ausserdem nicht nehmen, immer mal wieder seinen Ex-Klub zu ärgern. In der vergangenen Spielzeit erzielte der 22-Jährige 4 seiner 8 Saisontreffer gegen Zug. In diesem Jahr kam ein weiterer Treffer in der Qualifikation dazu und auch in den Playoffs setzte er schmerzhafte Nadelstiche gegen die ehemaligen Teamkollegen.

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Bertaggias Tor und Assist in der Playoff-Serie gegen Zug

0:46 min, vom 7.3.2016

  • Bertaggia gelang der einzige Lugano-Treffer in der regulären Spielzeit beim 2:1-Sieg nach Penaltyschiessen in Spiel 1.
  • Beim 2. Aufeinandertreffen holte er die Strafe gegen Josh Holden vor Tony Martenssons Game-Winner zum 3:2 heraus.
  • Ausserdem hatte Bertaggia zuvor Damien Brunners Treffer zum 2:1 mustergültig vorbereitet.

In der gleichen Linie mit Brunner

Apropos Brunner: Auch er hatte jahrelang beim EVZ unter Vertrag gestanden, ehe er sein Glück in der NHL suchte und anschliessend zu den «Bianconeri» wechselte. Und auch er scheint sich gegen seine Ex-Kollegen immer besonders wohl zu fühlen. Zusammen mit Bertaggia bildet der Nationalstürmer das 2. Flügelpaar hinter der schwedischen Parade-Linie um Linus Klasen, Fredrik Petterson und Tony Martensson.

Gelingt Brunner/Bertaggia erneut ein Glanzauftritt in der Bossard-Arena, sind die Playoff-Halbfinals zum Greifen nah für Lugano. Und in Zug dürfte sich noch manch einer ärgern, dass das dynamische Angriffsduo nicht mehr in den eigenen Reihen wirbelt.

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Sendebezug: SRF zwei, «sportlive», 05.03.2016, 20:00 Uhr.

TV-Hinweis

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Verfolgen Sie Spiel 3 zwischen Zug und Lugano am Dienstag ab 20:00 Uhr live auf SRF zwei und im Liveticker auf www.srf.ch/sport.