Genf-Servette sichert sich den Gruppensieg

Im Spitzenspiel der Gruppe Torriani hat Genf-Servette gegen ZSKA Moskau mit 4:3 nach Verlängerung gewonnen. Die Westschweizer schaffen damit die direkte Qualifikation für den Spengler-Cup-Halbfinal.

Genf-Servette hat dem vermeintlich übermächtigen Gegner aus Russland die Stirn geboten. In der NLA mitten in den Strichkampf verwickelt, zeigten die Westschweizer gegen die KHL-Stars von ZSKA Moskau attraktives Eishockey und gewannen zum Schluss verdient. Für die Entscheidung sorgte Doppeltorschütze Kaspars Daugavins in der Verlängerung.

Technik gegen Kampfgeist

Es brauchte keinen russischen Starspieler, um ZSKA Moskau in Führung zu bringen. Servette-Verteidiger Garrett Stafford lenkte in der 3. Minute eine Hereingabe ins eigene Tor. Die Genfer liessen sich gegen die technisch versierten Russen jedoch nicht unterkriegen und suchten konsequent den direkten Weg zum Tor. Belohnt wurden die Westschweizer bereits 6 Minuten später, als der auffällige Denis Hollenstein aus spitzem Winkel zum 1:1 traf.

Stars im Ensemble

Für die erneute Führung von ZSKA war ein klingender Name verantwortlich: Alexander Radulow, zweifacher Weltmeister und KHL-Topscorer, wurde von der Genfer Hintermannschaft vergessen, konnte alleine auf Robert Mayer losziehen und versenkte sicher. Danach machte der 44-jährige Sergej Fedorow erstmals auf sich aufmerksam: Der NHL-Allstar, dreifache Stanley-Cup-Sieger, Weltmeister und aktuelle General-Manager von ZSKA, netzte im Powerplay zum 3:1 ein.

Genfer Aufholjagd

Doch das Team von Chris McSorley kämpfte weiter. Kurz nach Spielhälfte vollendete Daugavins eine sehenswerte Kombination zum 2:3-Anschlusstreffer. Ein missglücktes Dribbling von Altstar Fedorow 3 Minuten vor Schluss ermöglichte Servette eine Tormöglichkeit, Alexandre Picard schoss sein Team in die Verlängerung, wo Daugavins mit seinem 2. Treffer für den Gruppensieg sorgte.

Genf-Servette bestreitet am Montag den Halbfinal gegen den Sieger des zweiten Viertelfinals. ZSKA kann sich die Halbfinal-Quali im Entscheidungsspiel am Sonntag gegen Vitkovice sichern.