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In den Playoffs gegen Olten Langenthal und der geliebte Feind als Viertelfinal-Gegner

Die Oberaargauer treffen im Playoff-Viertelfinal auf Erzrivale Olten. Wie das Duell zustande kam, wirft Fragen auf.

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Legende: Wollen sich nicht abhängen lassen Serge Weber (r.) und seine Langenthaler. Freshfocus

Die vorletzte Minute im letzten Spiel der Regular Season, es steht 2:2. Bei Langenthal muss Keeper Philip Wüthrich einem 6. Feldspieler weichen. Gegner Winterthur gelingt der «Empty Netter», für den SCL steht der 6. Tabellenrang fest. Weil gleichzeitig Leader Kloten Thurgau unterliegt, bleibt die geschilderte Szene ohne Auswirkung.

Wir sind Sportler und wollen jedes Spiel gewinnen.
Autor: Kevin SchläpferSportchef SC Langenthal

Dennoch wirft Wüthrichs Auswechslung danach hohe Wellen. Der unterschwellige Vorwurf: Langenthal wollte verlieren, um in den Playoff-Viertelfinals auf Erzfeind Olten und nicht Visp zu treffen. Das heimische Langenthaler Tagblatt schreibt von der «These der geplanten Niederlage», und: Für die Fans gebe es nach der schwachen Vorstellung «die Hoffnung, dass die [...] Niederlage geplant war.»

SCL-Sportchef Kevin Schläpfer wehrt sich: «Ich will vehement klarstellen, dass wir auf keinen Fall verlieren wollten», betont er gegenüber SRF. «Wir sind Sportler, wollen jedes Spiel gewinnen und soweit nach vorne kommen, wie möglich.»

Die Viertelfinal-Paarungen (ab 19.2.)

  • Kloten (1.) - GCK Lions (8.)
  • Ajoie (2.) - La Chaux-de-Fonds (7.)
  • Olten (3.) - Langenthal (6.)
  • Visp (4.) - Thurgau (5.)

Dass ein Duell gegen Olten attraktiv ist, liegt auf der Hand. Das Stadion ist im Derby jeweils zum Bersten voll. Während die Oltner Aufstiegshoffnungen hegen, soll das Derby den Langenthalern Geld in die Kassen spülen. «Ein Traum, ein Highlight – volle Stadien und tolle Spiele», herrscht bei Schläpfer Vorfreude.

Der Aufstieg ist für Langenthal illusorisch. Infrastruktur sowie Finanzen genügen den Ansprüchen der National League nicht. So hatte der Vorjahresmeister der Swiss League auf die Ligaqualifikation gegen Rapperswil verzichtet – nachdem man im Halbfinal ausgerechnet Olten eliminiert hatte.

Video
Archiv: Langenthal krönt sich zum Meister in der Swiss League
Aus Sport-Clip vom 03.04.2019.
abspielen

Für die Finanzen – und das Wohlwollen der Bevölkerung

Sich in den Viertelfinals von seiner besten Seite zu zeigen, ist für die Langenthaler dennoch zukunftsweisend. Am 15. März steht die Abstimmung darüber an, ob die Planungskosten für ein neues Stadion von der Stadt finanziert werden sollen. «Wir sind davon abhängig», bekräftigt Schläpfer. 2031 wird das Stadion im Schoren sowieso abgerissen. Der Baurechtsvertrag läuft aus.

Die Prognosen sind aus Sicht des Klubs jedoch bescheiden. Die Erhöhung des Unterstützungsbeitrags an den Langenthaler Nachwuchs wurde anfangs Februar von der Stimmbevölkerung an der Urne abgeschmettert. Da nutzte auch nichts, dass die Talentförderung als beispielhaft gilt. Und mit Sven Bärtschi gar einen späteren NHL-Spieler hervorbrachte.

Sendebezug: SRF 4, Abendbulletin, 16.02.2020, 17:17 Uhr

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Zwahlen  (Walo66)
    Guten Tag srf
    Ich schätze Ihre Berichterstattungen sehr.
    Leider hat da jemand den Bogen überspannt!!!
    Es war doch klar, dass die Langenthaler den Goalie rausnehmen. Denn nur bei eine Sieg hätten Sie eine Chance auf Platz 5 gehabt. Also was soll das ganze....
    Zudem hat Thurgau auch gewonnen
    Bitte seriös bleiben, wie bis anhin.
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  • Kommentar von Sven Zwahlen  (Sven Zwahlen)
    Die Aussage ,,Geld in die Kasse spülen“ verstehe ich überhaupt nicht! Dem Sc Langenthal hätte für die Platzierung nur einen 3 Punkte Sieg geholfen! Selbst ein 3 Punkte Sieg hätte bzw. hat nichts gebracht weil Thurgau gewonnen hat!
    In meinen Augen versuchte der Sc Langenthal alles um nicht gegen den EHC Olten zu spielen, weil die Ausgangslage gegen Visp definitiv besser wäre! Das ganze als eine ,,absichtliche Niederlage“ darzustellen ist absolut lächerlich!!!!!!!
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  • Kommentar von Peter Oliver  (Fachmann)
    Da hat der SC Langenthal versucht zu Pokern.
    Zum Glück gibts Karma
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