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Finnland – Kanada: Zusammenfassung
Aus Sport-Clip vom 29.05.2022.
abspielen. Laufzeit 5 Minuten 41 Sekunden.
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4. WM-Titel für «Suomi» Revanche geglückt: Diesmal gewinnt Finnland gegen Kanada

  • Finnland gewinnt an der Eishockey-WM in Tampere (FIN) nach einem 4:3 n.V. im Final gegen Kanada Gold.
  • Matchwinner für den Olympiasieger ist Sakari Manninen in der 67. Minute.
  • «Suomi» glückt damit die Revanche für den gegen Kanada verlorenen WM-Final 2021.
  • Bronze sichert sich Tschechien durch einen 8:4-Kantersieg gegen die USA.

Als Joel Armia in der 55. Minute mit einem herrlichen Handgelenkschuss auf 3:1 stellte, schien die Sache in Tampere gegessen; Finnland war auf dem Weg zu seinem 4. WM-Titel am Ziel angekommen. Doch Kanada ist erst geschlagen, wenn die Partie zu Ende ist.

Kanada zeigt einmal mehr Moral

Das musste im Viertelfinal Schweden erleben, als es in den Schlussminuten einen sichergeglaubten Sieg noch aus der Hand gegeben hatte. Und das musste auch Finnland im WM-Final erleben. Jeweils ohne Goalie glichen Zach Whitecloud und Max Comtois das Skore doch noch aus.

Mit diesem Zwischensprint war das Wettkampfglück der «Ahornblätter» jedoch aufgebraucht. In der Verlängerung, die bei 3-gegen-3 gespielt wurde, leistete sich Ottawa-Star Thomas Chabot eine verhängnisvolle Strafe. Finnland liess sich nicht zweimal bitten. Nach einem herrlichen Querpass von Mikael Granlund schoss Sakari Manninen seine Farben doch noch zum Titel.

Filppula im «Triple-Gold-Club»

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Mit dem Gewinn von WM-Gold im eigenen Land hat Valtteri Filppula einen besonderen Meilenstein erreicht. Der 30-jährige Center, der seit 2021 bei Genf-Servette unter Vertrag steht, gehört nun dem «Triple-Gold-Club» an. In die von der IIHF gegründete Ruhmeshalle werden Spieler aufgenommen, die in ihrer Karriere Weltmeister, Olympiasieger und Stanley-Cup-Sieger geworden sind. Filppula ist der 30. Spieler, der es in den «Triple-Gold-Club» geschafft hat. Neben dem Weltmeistertitel und dem Olympiasieg in diesem Jahr gewann er 2008 mit Detroit den Stanley Cup.

Biels besondere Freude

Es war der Höhepunkt einer Partie, die eher mau begonnen hatte. Nach einem torlosen 1. Drittel brachte Dylan Cozens Kanada nach 24 Minuten in Front. Die Reaktion Finnlands folgte im Schlussdrittel. Nach mehreren (zum Teil strittigen) Strafen Kanadas glich Mikael Granlund zunächst im Powerplay aus (45.) und erhöhte 104 Sekunden später auf 2:1. Mit Armias 3:1 sechs Minuten vor dem Ende schien die Partie entschieden. Es war jedoch nur der Auftakt zum Schlussspektakel.

Für die Finnen ist es der 4. WM-Titel nach 1995, 2011 und 2019. Die Finnen wiederholten zudem das bis Sonntag einmalige Kunststück Schwedens aus dem Jahr 2006, nach dem Olympiasieg im selben Jahr auch Weltmeister zu werden.

Besondere Freude am Turnier dürfte auch der EHC Biel haben, schliesslich heisst der neue Goalie der Seeländer ab nächster Saison Jussi Olkinuora: seines Zeichens MVP der WM 2022.

WM-Bronze geht an Tschechien

Tschechien gewann derweil zum ersten Mal seit 2012 eine WM-Medaille im Eishockey. Die Osteuropäer wendeten im Spiel um Platz 3 gegen die USA ein 1:3 in ein 8:4. Die drei Tore vom 2:3 (33.) zum 5:3 (44.) schossen die Tschechen zu Beginn des letzten Drittels innerhalb von 166 Sekunden.

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Tschechien – USA: Zusammenfassung
Aus Sport-Clip vom 29.05.2022.
abspielen. Laufzeit 4 Minuten 53 Sekunden.

SRF zwei, sportlive, 29.05.22, 19:20 Uhr;

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34 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Rauch  (Stöfi)
    @ Herr Graf, ich habe es nicht erfunden, da gebe ich Ihnen recht und das wurde ja auch bereits entsprechend kommentiert.
    Ich denke aber, dass ich versuche objektiv zu sein und da ich den Sport selber betreibe - wenn auch bei weitem nicht auf diesem Niveau - doch ein bisschen einschätzen kann wie schwierig es für Schiris bei diesem Tempospiel heutzutage ist alles zu sehen, auch wenn sie zu viert sind, und wie "unkontrolliert" man je nach Einwirkung bei diesem Tempo und dem Schwung fallen kann.
    1. Antwort von Dorothee Meili  (DoX.98)
      Christian Rauch: danke für die Erläuterung. Wir haben noch gesagt: kommen da die Schiris überhaupt noch klar mit?
      Beim Zuschauen war ich v.a. auch verblüfft über das Tempo in allen Medaillenspielen; darüber, wie die Teams noch zulegen konnten. Und wie dann v.a. USA und zuletzt Kanada trotz Zulegen und Gemeinschaftstempo doch noch rausfielen. Unanständige Nachbemerkung von mir: ich war irgendwie froh, waren da unsere nicht (mehr) dabei. Hätte sie nicht so kippen sehen wollen wie die USA?!.
  • Kommentar von Christian Rauch  (Stöfi)
    ... Herr Zürcher; (nicht in diesem Spiel) aber wie häufig muss lediglich der Spieler auf die Strafbank der den Torhüter verteidigt, aber nicht derjenige der sich genauso aggressiv dagegen wehrt? Oder was auch immer zu sehen ist, dass ein Spieler gerade vor dem Tor mit 2, 3 Crosschecks in den Rücken "traktiert" wird und wenn dieser dann dem andern eins auf die Schoner gibt, wegen Stockschlag rausgeschickt wird.
    In der fragl. Sit. unterstellen sie dem Finnen, dass er im Stürzen absichtl.handelt
  • Kommentar von Mark Altheer  (Mark_Altheer)
    Wieso wird ständig über die Schiedsrichter diskutiert? Diese haben bis auf eine nicht gepfiffene Strafe gegen Finnland in der Verlängerung alles richtig gemacht. Ich habe 2-3 Strafen gesehen die man gut und gerne hätte gegen Kanada pfeiffen können. Aus meiner Sicht unter dem Strich alles i.O. Finnland ist ein würdiger Weltmeister.