Bieber: «Wenn wir so spielen, ist vieles möglich»

Die Schweizer Nationalspieler blickten nach dem unerwarteten Sieg gegen Co-Gastgeber Schweden zum WM-Auftakt positiv dem weiteren Turnierverlauf entgegen. Doch AHL-Legionär Nino Niederreiter beispielsweise blieb selbst in der Stunde des Erfolgs selbstkritisch.

Der Schweizer Nationalmannschaft ist an der WM ein Traumstart geglückt. Torhüter Martin Gerber zeigte gegen Co-Gastgeber und WM-Mitfavorit Schweden eine herausragende Partie und in der Offensive legte das Team von Sean Simpson eine beeindruckende Effizienz an den Tag.

Gerber: «Müssen den Moment kurz geniessen»

«Es ist ein super Gefühl, so ins Turnier zu starten», freute sich Gerber nach dem Coup. «Wir gaben alle 100 Prozent und noch ein wenig mehr.» Nachdem die Schweizer durch Ryan Gardners «Empty Netter» in der Schlussminute zur vermeintlichen Entscheidung trafen, kamen die Schweden nur Sekunden später doch noch einmal heran. «Nach dem 3:1 'pfusten' wir kurz», gestand der gebürtige Emmentaler Gerber. «Doch wir müssen den Moment kurz geniessen, das haben wir uns verdient.»

Niederreiter: «Müssen vieles noch verbessern»

Nino Niederreiter, der mit einem Traumtor für das wegweisende 2:0 der Schweiz besorgt war, gab sich trotzdem selbstkritisch: «Wir haben vieles gut gemacht, aber es gab auch vieles, das wir noch verbessern müssen». Die Schweden spielten phasenweise nicht auf ihrem gewohnten Niveau, was auch Niederreiter bemerkte: «Sie haben viele Spieler, die noch nie an einer WM gespielt haben. Von daher wussten wir, dass sie vor allem zu Beginn etwas nervös sein werden.» 

Matthias Bieber, der am Ursprung des schwedischen Eigentors beim Führungstreffer stand, meinte erleichtert: «Alle haben immer über dieses Spiel geredet. Der Druck ist nun etwas weg. Wenn wir so spielen, ist vieles möglich.»

Schweden gegen Tschechien bereits unter Druck

Auf Seiten der Schweden lobte Jimmy Eriksson den Auftritt der Schweizer: «Sie spielten stark und machten es uns extrem schwer.» Doch der 24-Jährige richtete den Blick sogleich wieder nach vorne: «Das Beste ist, dass bereits morgen das nächste Spiel ansteht.»

Gegen Mitfavorit Tschechien, der seine Pflicht zum Auftakt mit dem 2:0 gegen Weissrussland erfüllte, braucht es von den Skandinaviern eine markante Leistungssteigerung, um nicht bereits nach 2 Partien massiv unter Druck zu geraten. Die Schweiz ihrerseits kann gegen die mit NHL-Stars gespickten Kanadier am Sonntag befreit aufspielen. Folgt dann bereits der nächste Coup?