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WM Enttäuschung und Selbstkritik nach Schweizer WM-Out

Finnland hat mit einem 4:3-Sieg gegen Kasachstan das Schweizer WM-Aus besiegelt. Die Nationalspieler reagierten enttäuscht über das Verpassen der Viertelfinals, zeigten sich aber auch selbstkritisch.

Legende: Video Mathias Seger im Interview abspielen. Laufzeit 01:44 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 19.05.2014.

Der Schweiz bleibt am Dienstag gegen Lettland (15:30 Uhr, live auf SRF zwei) nur noch die Rolle des Spielverderbers. Gastgeber Weissrussland machte mit einem 3:1-Sieg gegen die Balten den Viertelfinal-Einzug in der Gruppe B perfekt. Die Letten brauchen aber noch 2 Punkte gegen die Nati, um an den viertplatzierten Finnen vorbeizuziehen.

Das Team von Sean Simpson hingegen kann die Viertelfinals selbst mit einem Sieg gegen die Letten nicht mehr erreichen. Entsprechend fielen die Reaktionen der Nationalspieler nach dem 3:4 von Kasachstan gegen Finnland aus.

Hypothek der 3 Startspiele wog zu schwer

Stürmer Etienne Froidevaux haderte mit dem schwachen Turnierbeginn mit 3 Niederlagen in 3 Spielen: «Gegen die Weissrussen haben wir den Sieg verspielt. Es ist nachträglich natürlich bitter, denn wir hätten es in der Hand gehabt.» Es sei aber wichtig für das Team und die ganze Schweiz gewesen, eine Reaktion zu zeigen, sagte der Lausanner Center.

Die Mannschaft habe in den ersten 3 Spielen «kein gutes Eishockey gezeigt», äusserte sich Captain Mathias Seger kritisch. Der Routinier reagierte aber gefasst auf das WM-Out: «Wir sind sicher enttäuscht, aber wir wussten, dass die Chance klein sein würde.»

Kasachen gaben alles

Bei einem Sieg der bereits abgestiegenen Kasachen gegen Finnland hätte die Schweiz noch hoffen können. Die Schützenhilfe blieb zwar aus. Die Finnen mussten jedoch zittern, bis das 4:3-Schlussresultat feststand. 29 Sekunden vor Spielende war Konstantin Romanow noch der Anschlusstreffer gelungen. Das 4:2 durch Jarkko Immonen 3 Sekunden vor Ende des Mitteldrittels erwies sich im Nachhinein als entscheidend. Zuvor hatten die Kasachen beste Chancen zum 3:3 ausgelassen. Die Zentralasiaten hatten nach 0:1-Rückstand zwischenzeitlich gar 2:1 geführt.

Finnen auf Schweiz angewiesen

Das Team von Coach Erkka Westerlund kommt nach dem Sieg gegen Kasachstan auf 11 Punkte, steht aber noch nicht im Viertelfinal. Lettland hat 9 Punkte und wäre mit einem Sieg gegen die Schweiz sicher weiter, da die Direktbegegnung bei Punktgleichheit zählt.

Die Letten beklagten sich im Spiel gegen Weissrussland (1:3) über einen nicht gegebenen Treffer des Ex-Genfers Kaspars Daugavins wenige Sekunden vor Schluss, der das 2:2 bedeutet hätte. Das Tor wurde wegen eines angeblichen Torraum-Offsides aberkannt.

Frankreichs grosser Coup

Alles klar ist in der Gruppe A. Als viertes und letztes Team sicherte sich Frankreich mit einem 6:2-Sieg gegen Dänemark das Viertelfinal-Ticket - zum ersten Mal seit 1995. Die «Équipe Tricolore» hatte zuvor schon Kanada und die Slowakei besiegt. Kanada, Schweden und Tschechien standen schon als Viertelfinalisten fest. Italien steigt ab.

15 Kommentare

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  • Kommentar von Heinz H. VS, Visp
    Warum kann die Schweizer Eishockeynationalmannschaft nicht mit der gleichen Mannschaft antreten, wo sie damals Viceweltmeister geworden ist?? Es lief doch gut. Diese Mannschaft hat doch die Erwartungen voll übertroffen. Aber nein es wird wieder etwas neues gemacht. Von den Schiedsrichter will ich gar nicht reden. Da passiert ev. ich sage eventuell viel zu viel hinter den Kulissen.
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    1. Antwort von Heinz H, Visp
      Sorry Schreibfehler mit Viceweltmeister war ja Olympia Final gegen Schweden bitte um Entschuldigung für alle. Mein Fehler
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    2. Antwort von D.manetsch, Chur
      @heinzh es war weltmeisterschaft
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  • Kommentar von dave, Winterthur
    Seit rund 20 Jahren geniesse ich am TV oder live Eishockey-Spiele. Noch nie habe ich derart viele (offensichtliche) Fehlentscheide, die selbst auf Moskito Ebene zu Diskussionen führen würden, wie an dieser WM gesehen - Beispiele: USA vs. Schweiz (unkommentiert), Russland vs. Deutschland (zweimal nicht angezeigte Strafen im NACHHINEIN ausgesprochen), Weissrussland vs. Lettland (div. beinahe Willkür-Entscheide) u.v.m. Bitte lieber IIHF, organisiere auch Schiedsrichter mit internationalem Niveau!!
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  • Kommentar von jean passant, thun
    Ein Jahr mit OS und einer WM ist ohnehin zu viel, die WM sollte dann entfallen. Die Schweiz war aber nicht Opfer vom USA Spiel oder etwas Pech, auch die Vorbereitungsspiele und die OS waren schon schwach. Unter Simpson blieb dieses top oder flop stets ein Problem. Der echte Schritt nach vorne gelang nicht wirklich. Was fehlt sind wirklich starke Schweizer Teams auf Stufe der Junioren, die zittern sich auch jedes Jahr durch die Turniere hindurch. Es gibt sehr viel Handlungsbedarf.
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